06.03.2018. Indonesien und das grosse Plastikproblem

Früh am nächsten Morgen hängen wir schon wieder zu viert am Tisch und plaudern bei Kaffee im Schatten unserer Fahrzeuge.

Wir tauschen noch ein paar wichtige Kontakte von Verschiffungsfirmen, Trekking und-Paragliding-Unternehmen sowie guten und günstigen Campingplätzen aus, ein paar gute Offroadtracks in Australien, usw.
Am Mittag brennt uns die Sonne dann doch auf die Köpfe und wir beschliessen, etwas zu Mittag zu essen.

Nach Nasi Goreng, Gado Gado, Soto Ayam und Eistee, verabschieden wir uns dann von Jolie und Marc, versprechen in Kontakt zu bleiben und wünschen ihnen eine gute Reise.

Danach machen auch wir uns auf und fahren in den Süden von Bali, wo wir Ausschau nach einem guten Snorkeling Spot halten, wo wir noch ein bisschen die Unterwasserwelt betrachten können.

Beim Padang-Padang Beach angekommen, holen wir unsere Schnorchelausrüstung raus und stürzen uns damit ins Wasser.

Während wir gemütlich bei den hohen Felsen entlang paddeln, kommen uns ununterbrochen weisse Fetzen entgegen und zuerst halten wir es für Toilettenpapier und fragen uns, in welcher Kloake wir hier gelandet sind.
Irgendwann pflücke ich einen davon mit meinen Fingern und zerreibe in, stelle dabei fest dass es sich um Plastik handelt und bin echt schockiert, weil es so viel ist, dass es uns unter Wasser fast die Sicht raubt.

Es ist wirklich komplett vermüllt und als ich später darüber recherchiere finde ich heraus, dass in Indonesien alleine jeden Tag bis zu 130’000 Tonnen Abfall im Meer landen.
Entweder als verbrannte Asche, oder als treibende Insel.
Wir sind erschüttert, das Meer um Bali ist eines der meistvermüllten Gewässer weltweit, wo täglich hunderte von Tieren elendig daran zu Grunde gehen.
Es mit eigenen zu sehen, die Schuhe und Plastiksäcke im Wasser zu zählen, die Millionen von winzigen Plastikfetzen die um uns herumschwimmen, das Ganze macht es real und einem nur zu sehr bewusst, dass wir unserer Umwelt immens Schaden zufügen.

Uns vergeht die Lust zum Schnorcheln an dieser Stelle und wir verlassen das Meer wieder, gehen zurück zum Auto und waschen uns das Salz vom Körper.

Frisch angezogen machen wir uns auf dem Weg zu einem Restaurant und essen dort eine günstige aber gute Pizza, unterhalten uns über das Gesehene im Wasser und machen uns anschliessend auf den Rückweg zum Auto.

Kaum haben wir die Zähne geputzt und es uns im Bett gemütlich gemacht, fängt es an zu donnern und zu blitzen.

Es regnet in Strömen und wir chillen in unseren Schlafsäcken und geniessen die Abkühlung die der Regen mit sich bringt.

Hier übrigens noch ein Beitrag auf Youtube, gefilmt im Meer rund um Bali. https://www.youtube.com/watch?v=ArYLGNe-jCA

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