03.03.2018. Wir fahren hoch in die Berge

Nach einem Frühstück bestehend aus zwei Scheiben Toast und einem Omelett und balinesischen Süssigkeiten die ehrlichgesagt nicht ganz meinem Geschmack entsprechen, verabschieden wir uns von Yuda und seiner Frau, bedanken uns für die schöne Zeit im Guesthouse und machen uns auf den Weg ins Landesinnere.
Unser Ziel ist ein Kratersee, genauer gesagt zwei Kraterseen, die zwischen den hohen Bergen liegen.

Nachdem wir ein Stück der Küste gefolgt sind, verlassen wir diese und die Strasse geht steil bergauf. Hier verschwindet das touristische Bali und weicht dem authentischen Leben, welches die Locals wirklich führen.

Reis-Terrassen, Gemüse und Obst Anbau, winzig kleine Warungs (Restaurants), Hütten und in jedem Garten ein winziger Tempel mit hohen Sesseln, worauf sich die Götter niederlassen dürfen.

Das Wetter wechselt ständig von sonnig zu bewölkt, hier und da fällt auch ein bisschen Regen, je höher wir fahren, desto schlechter wird die Sicht.
Nach einem kurzen Mittagessen, erreichen wir bald darauf die Seen, jedoch ist der Himmel so grau und wolkenverhangen, dass die Sicht miserabel ist und wir uns erstmals um eine Übernachtungsmöglichkeit kümmern.
Mit iOverlander schauen wir wegen einem Platz aber als wir dort ankommen, verlangen die einen so horrenden Eintrittspreis, das wir umkehren und wieder gehen.

Stattdessen fahren wir irgendwo eine Strasse hoch und finden eine Sackgasse, sozusagen den Hinterausgang eines botanischen Gartens, einfach perfekt.
Wir richten uns ein und da es schon wieder Abend ist, fange ich an zu kochen.
Mit ein paar Cherrytomaten, einem hartgekochten Ei, einer Avocado, Zwiebeln und ein wenig Knoblauch, bastle ich uns einen Nudelsalat, den wir beide ziemlich gelungen finden.

Wir sitzen noch einen Moment draussen und betrachten die hohen Säulen der für Bali typischen Tore, welche auf der Aussenseite kunstvoll abfallen und auf der Innenseite komplett flach sind.
Die eine Seite symbolisiert das Gute, die andere Seite das Böse.
Wenn etwas Böses eindringen will, schlagen die beiden Tore mit der glatten Seite zusammen, um es zu zermalmen und zerstören.
Sie sind überall auf Bali zu finden, zum Teil sogar schon bei den kleinsten Eingängen der Häuser.

Als es dunkel wird, ziehen wir uns ins Auto zurück und plaudern noch ein bisschen, ehe wir schlafen gehen.

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