27.02.2018. Wir lassen Surabaya hinter uns

Die Nacht ist viel zu kurz und als der Wecker um halb sieben klingelt, bin ich todmüde.
Trotzdem quäle ich mich aus dem Bett und stelle mich unter die Dusche, nach der ich mich alsbald besser fühle.

Auch Tobi hat sich inzwischen aufgesetzt und lädt die neuen Karten für Australien runter, damit wir was zum Navigieren haben.
Rashida hat uns schon ein Frühstück gezaubert, es gibt Müsli mit Papaya und Ananas, Toast, Butter, Honig und Käse, dazu frischgemahlten Kaffee.

Wir plaudern und unterhalten uns und nach dem Abwasch, fangen wir an, unsere Sachen zusammenzupacken und ins Auto runter zu bringen.
Nachdem alles erledigt ist, putzen wir das Zimmer noch ein bisschen raus und dann machen wir noch ein paar Fotos mit den beiden und verewigen sie in unserem Fotoalbum.

Danach heisst es, Abschied nehmen in der Hoffnung, dass wir uns vielleicht nochmals in Australien treffen werden.
Wir setzen uns ins Auto und fahren los, machen uns zuerst auf den Weg zum Giant Hpermarket, wo wir einkaufen gehen, ehe wir Surabaya und den dichten Stadtverkehr, hinter uns lassen.

Der Verkehr und das Chaos auf der Strasse erinnern einen hier an Indien. Miserable Fahrer, Leute die einem auf der eigenen Spur entgegenkommen, Rumgehupe und mühsames Fahren auf den Highways.
Aber wir sind uns das ja zum Glück schon gewöhnt und lassen uns davon nicht einschüchtern, im Gegenteil, wir fahren genauso gesetzlos wie sie, der einzige Weg um ans Ziel zu kommen.

Wir machen uns auf den Weg zum Mount Bromo, wo wir im Vulkankrater übernachten wollen, aber nachdem wir die steilen und engen Bergstrassen hochgefahren sind, lassen sie uns beim Ticketcounter, nicht in den Nationalpark rein.

Da sie zudem noch viel zu schlecht Englisch sprechen, wird es dann auch schwierig, mit ihnen zu diskutieren und eine Lösung zu finden.
Da die alle immer Geld machen wollen, dürfte man nur mit den gemieteten Jeeps hochfahren und nicht mit dem eigenen Fahrzeug, was für uns absolut unsinnig ist.
Weshalb für einen Jeep Geld bezahlen, wenn man selbst ein 4WD Fahrzeug hat???
Irgendwann geben wir es auf und verlassen den Eingang wieder, total enttäuscht und frustriert, weil wir uns so darauf gefreut haben.

Da der Nebel auf 1800m immer dichter wird und es langsam anfängt zu dunkeln, machen wir uns schleunigst auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz.
Bei einem edel aussehenden Restaurant fragt Tobi nach und wir dürfen hier bleiben, die Toiletten und die Dusche benutzen und übernachten.
Wir essen im Restaurant zu Abend und der junge Geschäftsführer spricht uns seine Hilfe zu um es am nächsten Tag nochmals beim Eingang des Nationalparks zu versuchen.

Dankbar über dieses liebe Angebot, ziehen wir uns ins Auto zurück wo wir die Winterschlafsäcke bereitlegen, da es ziemlich kalt und frisch ist.
Ich schreibe noch Blogbeiträge und lese ein bisschen, Tobi ist währenddessen schon eingeschlafen.

Hoffentlich werden wir morgen nicht versetzt und können zum Vulkan hoch fahren.

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