13.02.2018. In den Höhlen des Niah National Parks

Ich schlafe schlecht und bin am Morgen entsprechend müde und unausgeschlafen, trotzdem packen wir sogleich um acht Uhr unseren Wanderrucksack und fahren mit einem Schiff auf die andere Seite des Flusses.
Dort angekommen, machen wir uns zu den riesigen Höhlen auf, die mitten im Dschungel zu finden sind.

Das Wetter ist perfekt, es ist ganz leicht bewölkt aber ohne Gefahr auf Regen, optimal um die körperliche Anstrengung auf sich zu nehmen.
Unser Weg führt uns anfangs noch über einen betonierten Pfad, der sich aber bald darauf in einen Holzsteg verwandelt, der uns quer durch den Dschungel führt.
Ausser dem lauten Zirpen der Zikaden, einem gelegentlichen Schrei eines Vogels und einem Rascheln im Laub wenn eine Eidechse davonhuscht, ist es überraschend still.

Wir laufen ca. eine Stunde, bis wir die Höhle erreichen und dem Rundgang folgen.
Wir betreten die riesige Höhle und staunen über die wunderschönen Kalksteinformationen, die hohen Decken und die unglaublichen Tiefen, die wir kurz darauf mit einer Taschenlampe erforschen.
Wir folgen dem Pfad durch die Höhle und es ist so dunkel, dass man seine Hand nicht mehr vor Augen erkennen kann.

Fledermäuse hängen über uns an der Decke, oder fliegen so nahe an uns vorbei, dass wir ihre Flügel schlagen hören.
Immer tiefer, führt uns der Pfad in die Höhle und plötzlich sehen wir riesige Höhlengrillen, (ich musste es googeln), die über 20cm lange Fühler haben und (sorry) einfach grässlich sind!

Wir beobachten die etwas eigene Fortbewegungsart die sie haben und gehen dann langsam weiter. Es riecht nach Guano und die Fledermäuse fangen sofort an zu wittern, sobald wir uns ihnen nähern und sie mit unseren Taschenlampen anleuchten.

Langsam kommt wieder ein Streifen Tageslicht in Sicht und ausserhalb der Höhle setzen wir uns kurz hin, um eine Trinkpause einzulegen und was zu futtern.
Danach geht’s weiter zur nächsten Höhle, die alte Wandmalereien von Ureinwohnern beinhalten, die jedoch schon fast verblasst sind, weil sie uralt sind.
Trotzdem kann man sie immerhin noch ein bisschen erkennen und auch die Höhle an sich, kann sich definitiv sehen lassen. Auch sie ist wunderschön.

Auf dem Rückweg müssen wir wieder durch die andere Höhle hindurch und und uns dabei einig, dass sie auch beim zweiten Mal nicht weniger unheimlich ist.
Wir kommen auf der anderen Seite wieder hinaus und lassen die Höhlen hinter uns, machen uns auf den Rückweg zu unserem Fahrzeug und laufen dabei noch ein paar Tieren über den Weg. Ein Waran schwimmt an unserem Steg vorbei und wir können genau beobachten, wie er sich bewegt, total faszinierend. Zudem sehen wir verschieden Eidechsen, orangefarbene Tausendfüssler, Eichhörnchen und absolute Killerameisen deren Strassen so fett sind, dass sie wie schwarze Streifen auf dem Boden wirken.

Auch wunderschöne riesige Schmetterlinge bekommen wir zu Gesicht, so farbig und bunt, es ist ein Wunder der Natur.
Zurück beim Auto gehen wir als erstes duschen, essen in der Kantine eine Kleinigkeit und machen uns dann auf den Weg nach Miri, unserem nächsten Ziel.
Die Fahrt ist nicht all zu lange und ich schlafe irgendwann dazwischen ein und wache erst wieder auf, als wir in Miri ankommen.

Dort gehen wir einkaufen und essen in einem Restaurant etwas zu Abend, fahren auf einen Parkplatz am Meer und betrachten den atemberaubenden Sonnenuntergang.
Danach setzen wir uns noch eine Weile nach draussen und lauschen dem Rauschen der Wellen.

Leider ist es um sieben Uhr schon stockdunkel und die Moskitos unaushaltbar, deshalb ziehen auch wir uns schon bald ins Auto zurück.

Es gibt noch eine Menge Bilder zum Sortieren, also mache ich mich sogleich an die Arbeit, schreibe Blog und nach ein paar Seiten lesen, gehen wir bald ins Bett.

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