04.02.2018. Welcome to the Jungle

Damit uns in Kuching nicht buchstäblich die Decke auf den Kopf fällt, entscheiden wir uns nach einem kräftigen Frühstück im Coffee Garden, spontan, in den Kubah Nationalpark zu fahren um dort eine kleine Wanderung zu machen.
Natürlich lässt uns der Regen auch heute keine Ruhe, es wäre ja auch zu schön gewesen, um wahr zu sein.

Wir packen unseren Rucksack mit Wasser, Kamera und Snacks, nehmen unsere Schirme, bestellen via Uber ein Taxi und fahren los.
Die rund 30 minütige Fahrt bis zum Nationalpark verläuft friedlich doch ich friere weil der Fahrer die Klimaanlage auf Maximum eingestellt hat.
Seine Lederjacke hat er sich dabei auch bis zu den Ohren hochgezogen, anstatt einfach mal ein bisschen herunterzuschalten.
Andere Länder, andere Sitten, auch in diesem Fall.

Am Kubah Nationalpark angekommen ist es nicht weiter verwunderlich, dass nebst uns nur ein anderes Paar Lust darauf hat, im Regen im Dschungel herumzulatschen.

Selbst dem Typ am Empfang, der uns das Eintrittsticket verkauft, sind die Fragen des «Warum» und «Wieso», deutlich ins Gesicht geschrieben.
Nachdem er uns geduldig das Map und die Trails erklärt hat, ziehen wir los und machen uns auf den Weg zum grossen Wasserfall, eine der wenigen Strecken, die wegen des starken Regenfalls zugelassen sind.

Wir laufen anfangs eine lange geteerte Strasse hoch, welche saurutschig ist und entdecken unterwegs einen bunten Tausendfüssler, ungefähr an die 25cm lang.
Er lässt sich nur sehr wiederwillig von uns fotografieren, findet uns blöden Touristen vermutlich völlig unnötig.
Wir lassen ihn ziehen und setzen unseren Weg fort.

Die Abzweigung zum eigentlichen Trail, erreichen wir kurz darauf und klettern eine nicht ganz ungefährliche Treppe hinunter, die uns auf den völlig durchweichten Wanderpfad bringt.

Nach einer unfreiwilligen Arschbombe meinerseits und einem unnötigen Blutegel am Oberschenkel, gehen wir auf dem Pfad weiter Richtung Wasserfall, wobei ich mich im Stillen dafür verfluche, dass meine Wanderschuhe im Auto sind, welches immer noch auf See ist.

Der Weg führt uns über kleine Holzbrücken, wo wir jeden Schritt einzeln überprüfen, da die Bretter zum Teil schon sehr durchgeweicht sind, doch sie halten uns wunderbar.

Irgendwann hören wir endlich das laute Rauschen von Wasser und nach ein paar hundert Metern, stehen wir endlich vor dem Wasserfall der an die ca. 10m hoch ist und aus vielen kleinen Schwellen besteht.

Wir machen ein paar Fotos, staunen über die gewaltigen Wassermassen, knabbern unsere Snacks und machen uns anschliessend wieder auf den Rückweg.
Es geht steil bergauf und trotz der angenehmen Kühle, kommen wir ins Schwitzen.
Zurück beim Eingang des Nationalparks, müssen wir ein Taxi bestellen um zurück nach Kuching zu kommen.

Völlig durchnässt von Regen und Schweiss, sitzen wir auf einer Treppe unter dem Dach und warten schlotternd, rund eine Stunde, bis unser Taxi endlich da ist.
Stinkend wie zwei nasse Hunde, setzen wir uns auf die Rückbank, frieren uns dank Klimaanlage den Arsch ab und freuen uns im Hotel auf eine heisse Dusche.
Die lässt jedoch auf sich warten, da erst nach ca. 10 Minuten endlich heisses Wasser aus der Brause kommt.

Nachdem wir geduscht haben, ruhen wir uns noch einen Moment aus und gehen anschliessend Abendessen.

Die Street Food Lane direkt an der Flusspromenade, ist eines der besten Orte, um ein günstiges und leckeres Abendessen zu geniessen.
So auch heute.
Tobi bestellt sich gebratenen Reis mit Gemüse, ich jedoch brauche noch Fleisch dazu.

Nach dem Essen bleiben wir noch eine Weile sitzen, schlendern später an der Promenade entlang und betrachten das schöne, mit Licht geschmückte Schiff, dass auf dem Fluss an uns vorbeifährt.

Irgendwann kehren wir ins Hotel zurück und es dauert nicht lange bis die Lichter gelöscht und wir eingeschlafen sind.

2 Kommentare zu „04.02.2018. Welcome to the Jungle

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