03.02.2018. Exploring Kuching

Es regnet immer noch und wir sind etwas ratlos und wissen nicht, was wir den ganzen Tag anstellen sollen.
Zu guter Letzt beschliessen wir, trotz Regen unser Zimmer zu verlassen und bewaffnet mit unseren Regenschirmen, durch Kuching zu schlendern.

Wir ziehen uns an, verlassen das Hotel und nach dem Frühstück besuchen wir als erstes die St. Thomas Kathedrale. Da Kuching mehrheitlich christlich ist, ist es schon fast ein Highlight, wieder einmal eine Kirchenglocke läuten zu hören, bei all den muslimischen Ländern, eine herrliche Abwechslung zum Tonband der Moscheen.

Leider ist die Kirche komplett verschlossen um auch hier vor muslimischen Vandalen zu schützen, weshalb wir nicht rein können, was sehr schade ist, ich hätte gerne wieder einmal eine Kerze für meine Grosseltern angezündet, so wie ich das sonst immer auf unserer Reise gemacht habe.

Als nächstes sehen wir uns ein Einkaufszentrum an und schütteln die Köpfe über die globalen Auswirkungen, von amerikanischen Fast Food Ketten.
Alleine in Kuching gibt es an die 20 Kentucky Fried Chicken Filialen, zudem unzählige Burger Kings, MC Donalds, Pizza Hut und Starbucks, welche die coolen kleinen chinesischen und malaiischen Restaurants und Street Food Ecken, vertreiben.

Als gewaltige Konkurrenz mit einem Angebot an Halal Produkten, ziehen sie die Besucher massenweise an.
Wir persönlich meiden solche Restaurant, chemisch erzeugtes Fleisch, künstlicher Geschmack und pampige Brötchen sind nicht unser Ding.

Wir laufen vorbei an Street Art Bildern, entdecken alte Gebäude aus der Kolonialzeit und entdecken ein neues chinesisches Viertel, wo man sich herrlich durch die kulinarischen Highlights futtern kann.

Da das Wetter regelmässig umschlägt und auch schon die nächste Regenfront in Lichtgeschwindigkeit auf uns zurast, verziehen wir uns in ein kleines hübsches Café, das Coffee Garden. Dekoriert mit bunten Stühlen und Tischchen, künstlichen Pflanzen und Holzschildern, lässt es ein bisschen an Paris erinnern.
Ein tolles Plätzchen das zum Verweilen einlädt und Best Coffee in Town, wir geniessen es!

Als es Abend wird, kehren wir zurück nach China Town, wo wir in einem Restaurant eine Pizza bestellen, (ja Pizza!), die ausgezeichnet schmeckt und ein Bier kippen.
Was will man den auch sonst bei diesem Wetter anstellen?

Nach dem Essen schlendern wir durch die dunklen und nassen Strassen und finden eine Bar die sich «The old Street Bar, drunken Monkey», nennt.
Ebenfalls ein Highlight, ausgestattet mit alten Klinkenmauern, Glühbirnen an der Decke, mit einem Grammophon, alten Fotoapparaten und anderem, ist es einfach der Hit.
Die coole 20er Jahre Musik, verleiht dem ganzen noch den letzten Schliff und wir sind absolut zufrieden.

Es ist schon spät als wir die Bar verlassen und uns auf den Rückweg zu unserem Hotel machen, wobei wir nicht drum herum kommen, noch ein paar Fotos von den bunten Lichtern zu machen, die sich auf dem ruhig dahinfliessenden Fluss spiegeln.
Die Gitarrenklänge der Strassenmusiker verleihen dem Ganzen einen idyllischen Touch und die Gerüche von gebratenem Fleisch und Fisch, ziehen an uns vorbei.

Wir jedoch sind nicht hungrig, sondern müde, deshalb hauen wir uns im Hotel auch bald darauf aufs Ohr.

Kommentar verfassen