13.01.2018. Ameisenplage und ein Besuch im Kek Lok Si Tempel

Die Nacht ist ruhig, die Japaner am Vortag abgereist und ich schlafe bis fast neun Uhr. So wie es aussieht, habe ich mein Schlafmanko ein bisschen ausgeglichen.
Auch für uns heisst es heute, Sachen packen und weiterfahren.
Nach dem Frühstück hüpfen wir zuerst unter die Dusche, räumen unsere Sachen zusammen und gehen damit runter zum Auto.

Leider müssen wir feststellen, dass das ganze Auto voll mit Ameisen ist, aussen wie auch innen. Der Grund dafür ist schnell gefunden, als Tobi mit den anderen am Vortag vom Wandern zurückgekommen ist, musste er das Auto unter einem Baum parkieren, da der andere Parkplatz besetzt gewesen ist.
Obwohl er das Auto nach ungefähr zwei Stunden umparkiert hat, hat diese kurze Zeitspanne schon gereicht, dass die Ameisen einen Staat ansiedeln können.
Wir reissen alles raus, holen Insektensprays vom Supermarkt um die Ecke und machen uns an die Arbeit, die Mistviecher auszumerzen.

Wir brauchen über eine Stunde, bis wir den grössten Teil gekillt haben, was scheisse ist, sich jedoch nicht vermeiden lässt.

Nach dem Auffüllen unserer Wasservorräte sind wir dann auch endlich startbereit.
Ich setze mich hinter das Steuer und wir fahren zu einem riesigen Tempel, dem Kek Lok Si.
Dort angekommen, kann man kaum glauben was man sieht. Der Tempel ist riesig und wunderschön. Noch nie habe ich einen grösseren gesehen.

Er ist buddhistisch und besteht aus verschiedenen Gebäuden, die man durch Treppen erreichen kann, einer grossen Pagode und einer ca. 15m hohen Buddha Statue die vom Hügel aus, auf George Town hinunterblickt.

Der typische chinesische Baustil mit den spitzen Dächern, die Drachen und anderen Figuren, die bunten Farben, die riesigen Saale, die Blumenvielfalt, die gepflegten Gärten, die roten Lampions und so weiter, es ist überwältigend.

Wir laufen an die zwei Stunden auf der Anlage herum, treffen uns mit Melanie und Matthias und gehen anschliessend zu viert etwas kleines essen. Es ist schon nach vier Uhr nachmittags, als wir uns von den beiden verabschieden. Wir haben miteinander eine tolle Zeit verbracht.

Danach wollen wir eigentlich auf den Penang Hill rauffahren um dort zu übernachten, leider aber darf man nicht mit dem eigenen Fahrzeug da hoch, was sehr schade ist.

Wir kommen mit zwei Amerikanern ins Gespräch. Eliott und Simka sind seit drei Monaten unterwegs und haben nun noch einen Monat vor sich. Auch sie wollten auf den Penang Hill hoch, aber es ist ihnen zu teuer.
Die beiden sind echt cool drauf und wir plaudern noch lange ihnen, machen ein paar Fotos und verabschieden uns dann, um einen anderen Übernachtungsplatz zu suchen.

Das Glück ist uns jedoch nicht gut gesinnt, wir können einfach nichts Richtiges finden.
Wir fahren hin und her, schauen Parkplätze an, suchen nach einem ruhigen Platz und erst kurz bevor wir aufgeben, finden wir einen Kehrplatz der zwar nicht optimal ist, aber besser als alles andere was wir heute angeschaut haben.
Ich koche uns eine Nudelsuppe zum Abendessen die zwar nicht so gut ist wie die, der Chinesen aber absolut ausreicht.

Danach setzen wir uns ins Fahrzeug und ich schreibe schon wieder zwei Blogbeiträge, sortiere Bilder und als es dunkel wird, gehen wir bald ins Bett und hoffen, dass die Nacht einigermassen ruhig ist.

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