08.01.2018. Ein Spaziergang im Dschungel und Moskitoplage

Die Nacht ist eigentlich viel zu warm aber dank unserem Ventilator einigermassen aushaltbar. Kleben tut man sowieso die ganze Zeit, egal ob frisch geduscht oder nicht.

Als der Morgen dämmert, ist die Luft wenigstens ein bisschen kühler und die Stille herrlich.
Wir stehen auf und kochen Porridge zum Frühstück, setzen uns damit auf unsere Stühle und lauschen dem Zwitschern der Vögel. Es ist so friedlich und wir geniessen es total.

Später räumen wir alles zusammen und fahren hoch zu einem Leuchtturm, wo wir einen herrlichen Blick über die Mangrovenwälder und das Meer haben.
Wir geniessen eine Weile die schöne Aussicht ehe wir uns zum Naturpark vom Vortag aufmachen um dort ein bisschen im Dschungel herumzulaufen.

Der Eintritt kostet insgesamt 2Fr. und mit der Kamera und einem Mückenspray sowie einer Flasche Wasser, machen wir uns auf den Weg.

Die Affen die hier überall herumschleichen sind besonders frech und versuchen, uns so nahe wie möglich zu kommen. Erst als ich ihnen mit dem Band der Kamera drohe, weichen sie zurück.

Auf dem Pfad der uns mitten durch den Regenwald führt, werden wir von hunderten von Moskitos attackiert. Kaum bleibt man eine Sekunde stehen, greifen sie in riesigen Scharen an.

Dankbar ein gutes Moskitospray dabeizuhaben, kommen wir aber relativ gut an den Moskitos vorbei. Drecksviecher!

Unterwegs kommen wir an einem grossen Mangrovensumpf vorbei wo wir Schlammhüpfer entdecken, die wie ihr Name schon erklärt, durch den Schlamm hüpfen. Sie sehen aus wie Fische, können aber für längere Zeit ohne Sauerstoff auskommen und man findet sie wirklich nur in einer solchen Umgebung.
Belustigt beobachten wir die witzigen Gesellen, wie sie durch den Schlamm pflügen und dabei lustige Geräusche machen.

Wir gehen weiter und lassen die Kerle in Ruhe, treffen unterwegs wieder auf Riesenechsen und verschiedene Vogelarten.

Die Luft ist heiss und schwül, uns läuft ständig die Brühe und die Sonne scheint erbarmungslos. Zurück beim Auto, steigen wir ein und fahren zu einem Einkaufszentrum in der Nähe, um dort richtige Lebensmittel einzukaufen.
Danach fahren wir ins kleine Städtchen und essen dort etwas zu Mittag. Das Essen ist nicht gerade umwerfend aber günstig.

Nach dem Essen geht es weiter Richtung Norden und wir fahren wieder an endlosen Palmölplantagen vorbei. Malaysia ist voll damit, was ich sehr schade finde, man bedenke die riesigen Wälder die dafür abgeholzt werden mussten.

Auf unserer Strecke sehen wir, dass wir rund vierzig Kilometer abkürzen können, dabei aber eine riesige Brücke überqueren müssen. Die Fahrzeuge sind jedoch nur bei einer max. Höhe von 2.50m zugelassen, unser Göppi aber hat eine max. Höhe von 2.60m. Also müssen wir anhalten und die ganze Dachlast hinunterräumen, damit wir tiefer sind.

Zufrieden mit dem Ergebnis, können wir nun gemütlich unter der Latte durchfahren und befinden uns schon dreissig Minuten später am Ziel.
Der Parkplatz direkt am Meer ist gesäumt von Palmenwäldchen und kleinen Geschäften die wie mir scheint, noch nicht wirklich geöffnet haben.

Glücklicherweise gibt es aber einigermassen saubere Toiletten und für umgerechnet 25Rp. Kann man auch gleich noch duschen. Dass lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und sind immerhin für einen kurzen Moment, herrlich erfrischt.

Wir suchen uns zum Schlafen einen Platz weiter hinten aus und wollen eigentlich einen Salat zum Abendessen machen. Leider wimmelt es aber auch hier nur so von fiesen und gierigen Moskitos, weshalb wir Instant Noodles aus der Packung kochen und essen.

Der Abend verläuft mehr oder weniger ruhig und schon bald gehen wir ins Bett.

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