07.01.2018. Von Schlangen und Riesenechsen

Um fünf Uhr morgens bin ich schon wieder hellwach, obwohl es im ganzen Hotel ruhig ist und sich auch unsere Zimmernachbarn nicht streiten.
Ich versuche erfolglos wieder einzuschlafen, aber nach einer Weile gebe ich auf fange an zu lesen. Tobi schläft derweilen tief und fest wie ein Stein.

Gegen acht Uhr stehen wir auf und ziehen uns an, räumen alle Sachen zusammen und verstauen alles im Auto, ehe wir beim Inder um die Ecke frühstücken.
Nach dem Frühstück verlassen wir das Hotel und ich setze mich hinter das Steuer, um zu den Batu Caves zu fahren, die ungefähr zehn Kilometer entfernt sind.

Wir fahren auf den grossen Parkplatz und stellen unser Fahrzeug ab. Die Statue vom Dämon Murugan steht vor den Höhlen und ist an die 42.7m hoch.
Hunderte von Menschen strömen die steilen Treppen die an die 270 Stufen enthalten hoch, um die riesige Höhle mit den Hindutempeln zu besichtigen.
Auch wir erklimmen die Stufen und sind komplett verschwitzt, als wir oben ankommen. Da es ein sonniger Tag ist und der Himmel strahlend blau, ist es dementsprechend sehr heiss.

Die Kalksteinhöhle besitzt am höchsten Punkt bis zu 100m hoch und mehr als nur beeindruckend. Die alten Hinduschreine sind mit schönen Steinkünsten verziert. Elefanten, Pfauen, Kühe, usw. alles bis ins feinste Detail gemeisselt.
Wir schauen uns alles an und geniessen die kühle Luft. Vögel fliegen herum, Affen klettern an den langen Ranken hinunter und ein Huhn läuft herum. Wie es dahin gekommen ist, ist mir ein Rätsel.

Wir verlassen die Höhlen wieder, treffen in einem Souvenirladen auf zwei Schweizer und unterhalten uns kurz mit den beiden, machen uns aber anschliessend wieder auf den Weg zu unserem Auto, das leider voll zugeparkt ist.
Glücklicherweise müssen wir aber nicht allzu lange warten, eines der Autos fährt zehn Minuten später raus und auch wir können endlich wieder weiterfahren. Wir machen uns auf den Weg an die Küste, fahren dabei auf herrlich guten Autobahnen und obwohl es für einen Sonntag ungewöhnlich viel Verkehr hat, kommen wir gut voran.

Unterwegs machen wir bei einem Naturpark halt um dort wegen eines Platzes zum Übernachten zu schauen, doch leider haben wir Pech. Hier kann man nicht übernachten.

Dafür haben wir einen Affen auf unserer Motorhaube der unsere Gesichter hinter der Scheibe wohl interessant findet.
Wir warten bis er gegangen ist und fahren dann weiter, haben Glück und finden abseits der Hauptstrasse einen Platz neben einem Wasserreservoir.
Während wir draussen im Schatten sitzen und uns unterhalten, bemerke ich eine Schlange, die gemächlich über den Kiesweg kriecht, ohne gross von uns Notiz zu nehmen.

Das erste Mal auf unserer Reise, wo wir so nah an dieses wunderbare Tier herankommen.
Sie verschwindet im Gebüsch und somit aus unserem Blickfeld doch es dauert nicht lange und eine Riesenechse geht ein bisschen weiter oberhalb des Weges über die Erdstrasse.

Während sie verschwindet kommen ein paar junge malaysische Männer zu uns und zeigen uns ihre riesigen bis zu 2m langen Würmer, welche sie zum Fischen gesammelt haben. Einer dieser Würmer kann stolze 250g wiegen. So riesige Würmer haben wir noch nie gesehen und sind begeistert, wenn auch ein bisschen angeekelt.

Nachdem wir uns von den Jungs verabschiedet und zu Abend gegessen haben, waschen wir ab und siehe da, wer wiederauftaucht? Die Riesenechse die wir inzwischen Frank getauft haben. Frank steht direkt neben unserem Auto und lässt sich durch unsere Anwesenheit kein bisschen beeindrucken. Gemütlich spaziert er an uns vorbei, verschwindet irgendwo im Gebüsch und ein paar Minuten später kreuzt er die Strasse ein Stück weiter oben wieder.
Wir lassen ihn in Ruhe und beenden unseren Abwasch.

Langsam fängt es an zu dämmern und die Moskitos kommen, also ziehen wir uns ins Auto zurück und gehen bald darauf ins Bett.

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