08.12.2017. Wir verlassen Kuala Lumpur und fahren in die Cameron Highlands

Um halb neun stehen wir auf und räumen unsere restlichen Sachen zusammen, verstauen bis zum kommenden Montag unser Gepäck für die Schweiz im Hotel und machen unser Auto startklar.

Nachdem wir auch noch Snacks und Wasser organisiert haben, steigen wir ein und fädeln uns in den morgendlichen Stadtverkehr ein.

Als erstes machen wir uns auf den Weg zu einem Campinggeschäft, um Gas zum Kochen zu organisieren. Dort angekommen gibt es aber leider keine Minigasfaschen und eine grosse zu kaufen macht ebenfalls keinen Sinn, da wir sie bei der Verschiffung nach Indonesien sowieso wieder weggeben müssen.

Da uns bei all den Systemen die uns gezeigt wurden, nichts wirklich zusagt, bleibt uns nur noch eine kleine Kochplatte mit einer Gaskartusche übrig, die man überall wieder kaufen kann. Das System ist simpel und man kann auch mit einer einzigen Pfanne, ziemlich gut kochen.

Nachdem wir noch eine kleine Tischlampe gekauft haben, (unsere funktioniert irgendwie nicht mehr), gehen wir in ein Street Food Restaurant wo wir gebratene Nudeln bestellen.
Nach dem Essen stürzen wir uns in das komplizierte Autobahnnetz von Kuala Lumpur und nach einmal falsch fahren, befinden wir uns endlich auf dem Highway, der uns in den Norden führt.

Es ist komisch, wieder on the Road zu sein, selbst zu fahren und dabei plötzlich auch noch die Regeln wieder beachten zu müssen. Nach dem indischen Chaos auf den Strassen, finde ich es schon fast wieder langweilig, trotz des starken Verkehrs. Das Gefühl, sich wieder unabhängig und frei bewegen zu können und das mit dem eigenen Häuschen auf vier Rädern jedoch ist unbezahlbar. Ich fahre zufrieden auf dem Highway, während Tobi neben mir ein Nickerchen macht.

Palmölfelder bis an den Horizont, ziehen an uns vorbei und das Wetter wirkt grau und düster. Ich rechne jeden Moment damit, dass es anfängt zu regnen, doch es bleibt trocken.

Ich fahre über zwei Stunden, bis ich den Highway verlasse und einer Bergstrasse folge, die uns durch dichtesten Dschungel führt. Die Strasse ist stark befahren und wir kommen nur langsam vorwärts. So ist es auch schon fünf Uhr abends, als wir bei einem Parkplatz ankommen, welcher auf einem App als Übernachtungsmöglichkeit eingezeichnet war.

Leider ist der Parkwächter anderer Meinung und teilt uns mit, dass wir hier nicht übernachten dürften, also steigen wir wieder ein und ich suche auf Google nach einer anderen Möglichkeit, während Tobi fährt.

Fünf Minuten später finden wir eine Art Campingplatz, der zwar eigentlich wegen der Regenzeit geschlossen ist, aber der Besitzer lässt uns trotzdem auf das Grundstück, worüber wir sehr dankbar sind.

Da es hier oben merklich kühler ist als in der Nähe des Meeres, müssen wir die dicken Schlafsäcke raussuchen, damit wir in der Nacht nicht frieren.

Nachdem wir im Dorf noch etwas kleines zu Abend gegessen haben, gehen wir bald ins Bett, lesen noch ein bisschen und hauen uns anschliessend aufs Ohr.

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