07.12.2017. Ente gut, alles gut

Der Wecker klingelt um halb acht, wir stehen auf um neun, Ziel nicht erreicht, aber egal.

Nachdem die Musik aufgedreht ist, fangen wir an, alle unsere Kleider zu sortieren und zu packen, das ganze Zeug, dass wir über die Feiertage nach Hause nehmen wollen, muss in unseren neuen Koffer und einen der Wanderrucksäcke passen.

Da der Winter bei uns in der Schweiz wie immer arschkalt ist, müssen wir unsere dicken Winterjacken, Wollkappen und Schals vorbereiten, was wir uns kaum vorstellen können, da wir seit Monaten immer nur heisses Wetter haben.

Um elf klingelt mein Handy und Cindy unsere Grafikerin informiert mich darüber, dass unsere Sticker die wir in Auftrag gegeben haben, abholbereit sind.

Nachdem wir die Kleider fertig gepackt haben, gehen wir hinunter zum Fahrzeug um alles was wir für die nächsten tage brauchen, einzuräumen. Dabei suchen wir in allen Kisten nach unserem Werkzeugbeutel, der irgendwie spurlos verschwunden ist.
Nachdem alle Kisten und Seitenwände durchgesehen worden sind, müssen wir wohl oder übel feststellen, dass er uns geklaut worden ist, vermutlich bei der Zollabfertigung in Indien.

Die Sandbleche können wir dank unserer Rohrzange immerhin trotzdem noch an der Seite montieren, worüber wir froh sind.

Kurz nach dem Mittag mache wir uns auf den Weg zu Shin Kiew Yee, um zu Mittag zu essen.
Die Nudelsuppe ist auch diesmal wieder einfach nur fantastisch und wir sind absolut zufrieden.

Nach dem Essen gehen wir direkt bei Cindy vorbei um unsere Kleber abzuholen, auch sie hat im Grossen und Ganzen, gute Arbeit geleistet.
Mit den Klebern im Schlepptau geht’s zurück zum Hotel, wo ich alle Kleber die wir bisher auf der Reise aufs Auto geklebt habe, abkratze und die Leimrückstände putze, da die meisten ausgebleicht sind und nicht mehr gut aussehen.
Soviel zum Thema: Madam, this is very good price and very good quality… jaja wer es glaubt…!

Dann geht’s weiter zum Auto waschen und wir fahren durch die Innenstadt, wo wir eine Garage finden, wo wir unseren Göppi waschen lassen können.
Glücklich darüber, dass der ganze indische Dreck abgewaschen ist, kehren wir zum Hotel zurück, räumen das restliche Zeug auf und fangen an, die Kleber schön auszuschneiden und zu sortieren.

Gegen den frühen Abend machen wir uns auf den Weg nach Bukit Bintang wo wir in der Fressmeile des Einkaufszentrums mal eine Ente probieren wollen.
Eigentlich schmeckt es wie Hühnchen, trotzdem ist es mal etwas Neues.
Ein Entenschenkel mit Wantan Nudeln, frischem Gemüse und einer Frühlingszwiebeln-Ingwersauce, es schmeckt hervorragend wenn man von den Knochensplittern absieht, die man zwischen den Zähnen wieder herausfischen muss.

Nach dem Essen gehen wir in einen Laden der direkt nebenan ist und japanische Spezialitäten anbietet, sowie eine Sushi Theke und Süsswaren.
Die Vielfalt ist riesig und alles ist wunderschön und sauber hergerichtet, kostet ein Vermögen und sieht gut aus. Wir schlendern ein bisschen herum, schauen uns die verschiedenen Variationen von Sushi, Sashimi und Käse an, sowie Desserts, Früchte und darunter die teuersten Melonen, die ich je gesehen habe. Die Melonen sind deshalb so teuer, weil pro Busch nur eine einzige wächst, sie werden direkt aus Japan importiert.

Auf dem Rückweg halten wir noch kurz an und kaufen uns ein kleines Dessert, ich such mir einen Apfel-Zimt Muffin aus, Tobi ein Schokoladencroissant und unter dem Dach der Mall, futtern wir gemütlich unsere Süssigkeiten, ehe wir uns in den Regen hinaustrauen, der vor Kurzem eingesetzt hat und seitdem nicht mehr aufhören will.

Wir nennen den Regen hier das grosse Business, für alle Regenschirmverkäufer.
Kaum hat der Regen eingesetzt, tauchen sie wie aus dem Nichts auf und versuchen einen dazu zu überreden, ihnen einen Schirm abzukaufen.
Wenn man Nein sagt verstehen sie die Welt nicht mehr, wie kann man denn auch wenn es regnet, ohne Schirm durch die Gegend laufen?!  😀

Zurück im Hotel sind wir zwar nass geworden, doch die Kleider sind schnell aufgehängt zum Trocknen.

So haben wir heute viel gemacht, viel erreicht und sind trotz des Verlusts unseres Werkzeugs, mit der Gesamtsituation zufrieden.

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