22.11.2017. Wir verschiffen unser Fahrzeug

Da Mr. Sathya mich am Vortag angerufen hat um uns mitzuteilen, dass wir das Auto einen Tag früher an den Hafen bringen sollen, machen wir uns nach dem Frühstück sofort an die Arbeit.

Wir putzen alles sauber raus, räumen alles was noch rumliegt in die Kisten und nehmen das Ersatzrad, sowie unsere «Waschmaschine» und die Dachbox vom Dach. Danach lösen wir die Sandbleche von der einen Seite des Autos und legen auch die noch hinten rein, damit wirklich alles perfekt ist.

Kurz nach zwei Uhr werden wir von einem jungen Mann von der Zollabfertigung abgeholt der bei uns im Auto mitfährt und uns zur Containerabfertigung geleitet, die rund sechzehn Kilometer von unserem Hotel entfernt liegt.

Tobi fährt besonders vorsichtig, schliesslich wollen wir bei unserer letzten Fahrt in Indien, nicht das wir noch verunfallen.

Bei der Spedition angekommen, müssen wir zuerst eine Weile warten, bis alle für uns Zeit haben und als wir endlich reinfahren dürfen, sind wir von den grossen Containern und Maschinen sehr beeindruckt.

Während wir noch kurz im Auto warten, plaudert unser Agent mit dem Chef der Spedition in Chennai.

Kurz darauf steigen auch wir aus und schütteln allen die Hand, ehe es zur Inspektion weitergeht. Die Tasche mit den Kleidern die wir nach Hause nehmen wollen, müssen wir dabei rausnehmen und separat deklarieren lassen, warum auch immer.

Anschliessend geht es darum, unser Fahrzeug in Augenschein zu nehmen und die Motorennummer zu vergleichen, uns tausend Sachen zu fragen, aber nicht einmal in eine unserer Kisten zu schauen.

Nach der Inspektion sagen sie dann plötzlich, wir sollen jetzt gehen und das Auto hier zwischen den Containern stehen lassen, wir sollten morgen wiederkommen, sie hätten jetzt Feierabend.

Wir weigern uns strikt und diskutieren mit den Herren, erklären ihnen dass wir das Auto sicher nicht unbeaufsichtigt hier stehen lassen werden, ganz egal was komme und auch wenn wir hier übernachten müssen, wir bleiben!

Irgendwann können wir uns dann mit ihnen einigen und das Auto in unseren 40feet Container fahren, wo er von allen Seiten fixiert wird, damit er auch bei rauer See nicht beschädigt werden kann. Nach sechs Uhr steht unser Göppi also ladebereit im Container und wir können die Tür mit einem Blue Seal abschliessen. (Blaues Metallschloss das man nur mit einem Metallschneider wieder öffnen kann.)

Da der Papierkram auf der Zollseite noch nicht fertig abgeschlossen ist, können wir unser Carnet nicht mitnehmen, was mich ein bisschen ärgert, denn ohne dieses Dokument sind wir aufgeschmissen. Mit dem Versprechen es uns am nächsten Abend ins Hotel zu bringen, müssen wir uns aber zufriedengeben.

Wir verabschieden uns von den Leuten und fahren mit einem Taxi zurück zu unserem Hotel, wo wir noch kurz etwas Essen gehen, ehe wir unter die Dusche hüpfen und uns bettfertig machen.

Wir sind froh, dass unser Fahrzeug nun sicher im Container steht.

 

 

 

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