21.11.2017. Ameisen, Sonne, Müll und Strand

Nach dem Frühstück gehen wir gleich hinunter zu unserem Fahrzeug um noch ein paar Sachen vorzubereiten. Leider stellen wir dabei fest, dass sich ein verfluchter Ameisenstaat bei uns eingerichtet hat. Zwar noch nicht ein grosser, aber das geht meistens sehr schnell.

Mit Fallen die Zucker und Backpulver enthalten, wollen wir diese verdammten Viecher beseitigen, doch leider springen sie nicht drauf an. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als einen Vernichtungsspray zu kaufen, so leid es mir für die Ameisen auch tut. Aber wenn die zwei Wochen im Container auf Übersee in unserer Karre wohnen, sind wir echt geliefert.

An der Rezeption fragen wir einen der Hotelangestellten, wo wir so ein Spray auftreiben können und er erklärt uns den Weg. Wir machen uns also auf die Socken und suchen den Medical Shop, finden ihn jedoch nicht.

Nach ein bisschen Herumfragen aber finden wir den Laden, unser Kollege hat links und rechts verwechselt, deswegen sind wir anfangs komplett in die falsche Richtung gelaufen.

Mit dem Spray bewaffnet, kehren wir zurück und fangen an, die Ameisen zu beseitigen.

Danach kehren wir aufs Zimmer zurück, chillen ein bisschen und machen uns anschliessend auf den Weg zum Strand, um dem indischen Ozean einen Besuch abzustatten.

Auf dem Weg dahin überqueren wir einen Bach dessen Wasser und auch das Ufer so vermüllt ist, dass man das faulige Wasser schon riecht, ehe man es sieht.
Sogar die Erde am Ufer ist mit Plastikfetzen durchzogen, überall zwischen den einzelnen Erdschichten sieht man ihn. Ich finde es schrecklich und es macht mich wieder einmal wütend, weil der Mensch so verdammt nachlässig mit der Umwelt umgeht.

Der Strand ist hier an den grössten Stellen bis zu 400m breit und es sind sehr viele Menschen unterwegs. Reiter die ihre Pferde anbieten, Karusselle die zu einer verrückten Fahrt einladen. Wir sehen Familien mit ihren Kindern, ältere und jüngere Pärchen und auch hier wieder überall Müll.

Hier in Chennai haben sich an die 130 Organisationen zusammengeschlossen und im Juni mit über 5000 Freiwilligen, 50 Tonnen Abfall auf einer Strecke von 20Km zusammengenommen.

Man muss sich das mal durch den Kopf gehen lassen. 50 Tonnen Abfall!!!
Und jetzt wenn man am Strand entlang geht, liegt schon wieder überall Müll!!
Es ist nicht zu fassen und es macht uns beide stinkwütend und traurig.

Wir gehen am Strand entlang und können es aufgrund der Ignoranz dieser Leute, eigentlich gar nicht richtig geniessen.
Irgendwann sind wir wieder oben an der Strasse angelangt und suchen uns ein Tuc Tuc, dass uns zum Stadtzentrum bringt. Dort angekommen war es ja wieder einmal klar, dass man kein anständiges Restaurant findet, also gehen wir zu Domino’s Pizza und bestellen dort zwei Pizzen, die zwar nicht schlecht sind aber viel zu viel Käse darauf haben.

Auf dem Rückweg zu unserem Hotel verfährt sich noch unser Tuc Tuc Fahrer und als wir schliesslich ankommen, will er auch noch mehr Geld, wir jedoch bleiben hart, schliesslich ist es nicht unsere Schuld, dass er uns zuerst sagt, er wisse wo es ist, nur um sich dann zu verfahren.

Zurück im Zimmer, gehen wir dann bald zu Bett.

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