20.11.2017. Vodafone und Toyota Garage

Wir machen uns nach dem Frühstück sogleich auf, um noch einen Versuch zu wagen, unseren Göppi tiefer zu kriegen.

Nachdem ich nochmals mit Peter aus Kuala Lumpur telefoniert habe und er mir endlich die haargenauen Masse des 20feet Containers angegeben hat.
Wir messen nochmals die Höhe des Fahrzeuges du lassen dann die Luft aus den Pneus, um die Höhe zu verringern. Jedoch macht auch das nicht mehr, als 4cm aus und zusammen mit der Federung die wir anhand der Spannsets zusammengeschnürt haben, kommen wir höchstens auf 7cm.

Schlussendlich wird es uns zu blöde und wir bestellen einen 40feet Highcube Container, der nochmals rund 250USD mehr kostet. Andere Möglichkeiten haben wir leider nicht.

Wir packen unser Werkzeug wieder ein, steigen in die Karre und fahren los, zum nächsten Vodafone Geschäft, damit ich meine Sim Karte verlängern lassen kann, damit ich wegen der Verschiffung noch bis spätestens Ende Woche, in Indien erreichbar bin.

Beim Geschäft angekommen, wartet Tob im Auto und ich gehe rein, froh über die herrlich kühlende Klimaanlage.
Nach einer kurzen Zeit bin ich auch schon an der Reihe und zehn Minuten später verlasse ich das Geschäft wieder, kaufe uns noch eine Flasche Wasser und steige wieder ein.

Weiter geht’s zum nächsten Posten, unserer To do List.

Wir müssen in eine Toyota Garage um den Dieselfilter und den kleinen Filter, der sich zwischen dem Zusatztank und dem Originaltank befindet, auszuwechseln.

Nach einer chaotischen Fahrt durch halb Chennai, kommen wir endlich bei der Garage an und staunen nicht schlecht, als wir die vielen Fahrzeuge sehen.

Es herrscht Hochbetrieb und das immer. Anscheinend kommen hier täglich 150-200 Fahrzeuge her, um Service und anderes zu machen.

Wir stellen unser Auto ausserhalb des Platzes hin und betreten das Gebäude, das nicht aus einer Servicegarage besteht, sondern als Verkaufsstelle von Toyota.

Das Servicecenter befindet sich im zweiten Stock, wie man uns später erklärt.
Wir erklären dem Herrn am Empfang was wir wollen und können kurz darauf mit unserem Auto auf den grossen Vorplatz fahren, wo Chaos herrscht. Hunderte von Leuten stehen herum, diejenigen die herausfahren wollen, hupen die ganze Zeit und die anderen Fahrzeuge stehen einander sinnlos im Weg. Wir schütteln nur den Kopf und parkieren unsere Karre so, dass wir niemandem im Weg sind.

Es dauert natürlich nicht lange und eine kleine Menschenmenge hat sich um unser Auto herum versammelt. Alle versuchen durch die Scheiben ins Innere zu sehen, machen sogar Fotos von unserem Cockpit und posieren mit Selfies. Ich sitze drinnen am Tisch und betrachte schweigend die Inder und Tamilen, wie sie Tobi belagern und er ihnen alles erzählt und erklärt.

Irgendwann werden wir dann von einem älteren Herrn abgeholt der uns einen Weg durch das Chaos bahnt und uns die Werkgarage im oberen Stock zeigt.
Wir fahren mit dem Auto in den zweiten Stock und staunen nicht schlecht über die riesige Werkstatt, die mehr als kompetent aussieht. Auch die Leute die sofort zu uns kommen, fangen sofort mit der Arbeit an. Zum Glück haben wir unsere Filter selbst dabei, so müssen wir die alten nur noch ausbauen und die neuen Filter einbauen lassen.

Nach zwanzig Minuten ist unser Auto fertig und wir können wieder runterfahren und im Gebäude auf die Rechnung warten.

Wir werden mit gratis Kaffee und Popcorn versorgt, plaudern mit dem Chef Aufseher des Betriebs, der uns viele Details aus der Fahrzeug Industrie erklärt und wir erzählen ihm von unserer Fahrt durch Indien, woraufhin er in Gelächter ausbricht.
Das es hier keine Regeln gibt, haben wir ja schon gewusst, jedoch ist es immer wieder witzig, mit Einheimischen darüber zu reden und zu lachen.

Schlussendlich hat die Arbeit insgesamt 8USD gekostet, Trinkgeld wollte keiner annehmen.

Wir bedanken uns, steigen ein und machen uns auf den Rückweg zu unserem Hotel.

Es ist bereits früher Abend und langsam sind wir hungrig, deshalb gehen wir sogleich zu Buhari’s Restaurant, wo ich Chicken Masala mit Raijta bestelle und Tobi sich ein Chicken BBQ bestellt. Zusammen mit Reis und einer Fresh Lime Soda, das Beste überhaupt, zum Essen.

Vollgefressen und zufrieden gehen wir zurück auf unser Zimmer, schauen noch ein bisschen Fern und gehen bald schlafen.

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