17.11.2017. Wir kommen der ganzen Sache mit dem Verschiffen langsam näher

Um halb sieben bin ich wach und auch Tobi bewegt sich neben mir.
Während er im Bett liegen bleibt, stehe ich auf, ziehe meine Sportklamotten an und gehe mit MP3 Player und einer Wasserflasche in der Hand, hinunter in den Fitnessraum

Zusammen mit einem anderen Inder, betrete ich den Raum und öffne zuerst die Fenster um die «frische» Luft reinzulassen, ehe ich für eine halbe Stunde auf dem Laufband joggen gehe.

Da ich keine Laufschuhe dabei habe, muss ich barfuss rennen und meine Füsse brennen wie Feuer, nach meinem Lauf.
Verschwitzt kehre ich danach aufs Zimmer zurück und hüpfe unter die Dusche, ehe wir frühstücken gehen.

Es gibt ein typisch indisches Frühstück: Linsendahl, Reis, frittierte Bällchen aus Reis und- Bohnenmehl, Naan und eine scharfe grüne Sosse, dieselbe die wir beim letzten Mal gegessen haben.

Nach dem Frühstück arbeiten wir am Auto weiter, ehe wir um viertel vor elf vom organisierten Taxi abgeholt werden und Mr. Sathya in seinem Büro treffen.

Wir brauchen gute zwanzig Minuten bis dorthin, da der Verkehr wie immer dicht und verrückt ist.

Mr. Sathya erwartet uns schon und wir schütteln uns die Hände und setzen uns anschliessend mit seinen Chefs in den kleinen Konferenzraum, um den weiteren Verlauf der Verschiffung zu besprechen.

Da mir niemand mitgeteilt hat, dass sie zu unseren Unterlagen (Carnet, Pässe, int. Führerausweis, Fahrzeugausweis, Versicherungsbestätigung, etc.), auch noch die E-Ticketnummer unseres gebuchten Fluges brauchen, bin ich doch etwas überrascht, als sie nach dieser fragen.
Ich checke mein Handy, die Mails, alle Flugdaten, logge mich bei AirAsia ein und schaue auch dort nach.
Doch trotz bestätigtem Flug und allen Reisedaten, ist nirgends eine E-Ticketnr. auffindbar.

Ich schlage den werten Herren vor, dass ich sie sofort nachsenden werde, sobald ich sie von AirAsia erhalten habe. Währenddessen können wir immerhin schon den Papierkram erledigen, alle Dokumente durchgehen und unterschreiben und den weiteren Verlauf besprechen. Dazwischen werden wir über unseren Trip ausgefragt und ein paar Witze gerissen, was die Stimmung am Tisch auflockert. Es wird viel gelacht.

Nachdem alles geklärt ist, wird für uns ein Taxi organisiert und Mr. Sathya und sein Team verabschieden uns, Mr. Sathya werden wir am Frachthafen nochmals sehen.

Auf dem Weg zum Hotel, werden wir von einem seiner Mitarbeiter begleitet, der unseren Göppi noch ausmessen will, da nicht ganz klar ist, ob er in einen 20feet Container reinpasst.

Auf dem Rückweg telefoniere ich mit der Fluggesellschaft und bitte um die E-Ticketnr. doch als ich danach die Mail erhalte, ist nur die Bestätigung des Fluges und der Tickets darin, jedoch keine Nummern! Ich bin genervt und fluche, es kann doch nicht so verdammt schwierig sein.

Im Hotel dann mache ich mich sofort an die Arbeit und dank des Online-Checking, erhalte ich die elektronischen Bordkarten. Eine Kopie davon sende ich sofort
Mr. Sathya der mir daraufhin bestätigt, dass nun alle Dokumente vollständig sind.

Aber damit ist es noch nicht vorbei, denn als ich nach dem Ausdrucken der Dokumente hinunter zu den Jungs gehe, erfahren wir, dass unser Cool running’s zu hoch ist, für den Container.

Nun müssen wir uns etwas einfallen lassen, damit wir unser Auto tiefer kriegen können.

Dafür gibt es folgende Optionen:

  • Wir lassen die Luft aus den Reifen, damit das Auto tiefer wird, was aber vermutlich zu wenig ausmacht.

  • Wir schrauben die Solarpaneelen und die L-Schienen ab, die auf dem Dach befestigt sind, (zusammen mit den abgelassenen Reifen, könnte es dann reichen.)

  • Wir kaufen vier alte Felgen und montieren am Hafen die originalen Reifen ab, machen die alten Felgen drauf und fahren nur mit den Felgen, in den Container. (Die sinnvollste Variante)

Wir diskutieren lange und ich rufe Mr. Sathya und Peter an, frage beide nach anderen Optionen und verlange Kostenvorschläge für einen grösseren Container, einfach damit wir alle Optionen wirklich durchgegangen sind.

Danach machen wir uns wieder an die Arbeit und als es dunkel wird, haben wir schon einen grossen Teil der Arbeit hinter uns, was die Kisten und Listen angeht.

Zurück auf dem Zimmer, recherchieren noch im Web, duschen und bestellen uns das Abendessen aufs Zimmer.

Ich mache mich nach dem Essen sofort ans Blog schreiben, während Tobi noch weiter im Internet forscht, Wasser kauft und Vanilleeis zum Dessert mitbringt. Himmlisch!

Danach machen wir «Feierabend» und lassen den Abend bei einem Film ausklingen.
Leider haben wir heute keine Bilder gemacht.

 

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