01.11.2017. Auf Entdeckungstour in Arambol

Der Morgen kommt und mit ihm ein sonniger Tag. Nachdem wir gemütlich gefrühstückt haben und noch ein bisschen im Zimmer rumgehangen sind, verlassen wir unser Guesthouse und machen uns auf den Weg zu unserem Fahrzeug. Dort angekommen, verlängern wir als erstes unser Parkticket und entschliessen uns dann aufgrund ein paar Uneinigkeiten, dass jeder den Tag für sich verbringen soll. Also mache ich mich mit Musik in den Ohren und der Kamera auf den Weg, um Arambol ein bisschen genauer zu erkunden.
Ich verlasse die Hauptstrasse und gelange über einen schmalen Weg zu ein paar versteckten Häuschen und einem Tempel. Auf dem Weg dahin, fällt mir ein Eingang auf, der mit Tüchern behangen ist. Ich schleiche hinein und schaue zwischen zwei durchsichtigen Tüchern in den Innenhof, empfinde es jedoch als unhöflich einfach da reinzumarschieren. Ich drehe wieder um und gehe hinaus, als mich jemand ruft. Eine junge Europäerin winkt und lädt mich ein, reinzukommen. Jelena ist aus Estland und lebt seit ein paar Jahren hier in Arambol wo sie zusammen mit ihrem Mann Soni, ein paar Cottages gebaut hat. Die beiden laden mich zu einem herrlichen Masala Chai ein und ich setze mich zu ihnen auf die Kissen, am Boden und plaudere. Die beiden sind verheiratet und haben sich hier ein Leben aufgebaut.
Jelena hat ursprünglich in London gelebt und irgendwann festgestellt, dass sie in der Grossstadt nicht glücklich ist und es nicht ihrer Lebensphilosophie entspricht. Als sie in einem Yoga Kurs Soni kennenlernt und sich verliebt, entscheidet sie sich kurzerhand, London zu verlassen und nach Arambol zu gehen. Die beste Entscheidung ihres Lebens, wie sie mir erzählt. Ich bin beeindruckt von ihrem Mut und ihrer Geschichte.
Wir sitzen lange da und ich geniesse die tolle Energie da, denn die beiden haben mir sozusagen den Tag gerettet. Nach über einer Stunde verabschiede ich mich von Jelena und Soni und gehe weiter auf Entdeckungstour. Der kleine Tempel den ich schon von Weitem gesehen habe, steht am Rande des Orts und eine Inderin ist gerade dabei, die Stufen zu putzen. Ich mache ein paar Bilder und gehe weiter.
So verbringe ich den Tag damit, auf den versteckten Wegen von Arambol zu gehen und kleine Häuschen anzuschauen, die Natur und die Ruhe zu geniessen und am frühen Abend am Strand entlang zu spazieren.
Im Restaurant am Strand treffe ich Tobi an, der den Tag mit chillen und lesen verbracht hat und gemeinsam geniessen wir den restlichen Abend.

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