26.10.2017. Von Diveagar nach Ratnagiri

Die Matratze unseres Bettes ist mehr als steinhart und es ist trotz des Ventilators viel zu warm im Zimmer. Ich wache die ganze Zeit wieder auf und kann nicht recht schlafen. Tobi geht es ähnlich, auch er bekommt in dieser Nacht zu wenig Schlaf.

Am frühen Morgen packen wir alles zusammen und fahren sogleich zum Strand, nehmen unsere Stühle und den Tisch raus, kochen Kaffee und braten Spiegeleier.
Nach dem Essen düsen wir am Strand entlang mit dem Auto und haben Spass, am Fahren im Sand, ehe wir uns auf den Weg nach Ratnagiri machen. Die Strassen sind grad so schlecht wie am Vortag und wieder kommen wir deswegen nur langsam vorwärts. Zudem hat es viele Lastwagen und Busse, dass wir dauernd überholen müssen, was sich zum Teil als sehr schwierig gestaltet. Die Tuc Tuc’s sind dabei auch keine Hilfe, statt am Rand zu fahren, fahren sie in der Mitte der Strasse, kein Millimeter würden sie einem Platz machen.
So zieht sich unsere Fahrt und am Mittag, sind wir gerade mal knapp in der Hälfte.

Bei einem ordentlich aussehenden Restaurant halten wir an und essen etwas zu Mittag. Es gibt Cheera Reis, Roti und Raijta, dazu teilen wir uns eine Flasche Sprite. Der Gastgeber ist sichtlich erfreut, über europäischen Besuch und die Gäste wollen wieder Selfies machen. Während Tobi brav in die Kamera lächelt, verschanze ich mich hinter meiner Portion Reis, ich habe kein Bock auf Selfies!!
Nach dem Essen fahren wir weiter und der Verkehr bleibt dicht und mühsam.
Die Überholungsmanöver der Lastwagen sind nervenaufreibend und zum Teil auch nicht ganz ungefährlich, die Strassen kurvig und unübersichtlich.
Wir fahren noch an die drei Stunden, bis wir endlich in Ratnagiri ankommen und sind froh, dass wir das Barvers Home gleich finden.
Es liegt abgelegen von der Stadt wo es herrlich ruhig ist und wir werden herzlich empfangen.
Das Guesthouse gehört einem indischen Ehepaar, dass zusammen mit dem Vater des Mannes, hier lebt und das Guesthouse betreibt. Es ist blitz blank sauber, einfach aber praktisch eingerichtet und der Besitzer spricht sehr gut Englisch.
Wir bringen unsere Sachen rein, werden sogleich zu Tee eingeladen und unterhalten uns mit ihm über unsere Reise.
Später ziehen wir uns in unser Zimmer zurück, wo ich die beiden letzten Blogbeiträge nachhole und Bilder aussortiere.

Marun, wie sich unser Gastgeber nennt, ruft uns zum Abendessen, dass er frisch gekocht hat. Es gibt Dahl, Kurkuma Reis, Raijta und Mango Pickles, sowie Ghee und frisches Papad, alles selbstgemacht. Er schöpft uns grosszügig Essen auf die Teller und plaudert munter mit uns. Er erzählt uns viel über Indien und fragt uns nach unserer Reise und Erfahrungen. Wir geniessen das gute Essen, sowie die Unterhaltung mit Marun, der uns immer wieder nachschöpft, bis wir wirklich nichts mehr runterkriegen.
Nach dem Abendessen bleiben wir noch eine Weile sitzen und plaudern, ehe wir uns bedanken und ins Zimmer zurückkehren. Wir gehen bald darauf ins Bett, wir sind zu müde und kaputt, um noch lange aufzubleiben.
Für ungefähr zweihundertvierzig Kilometer, haben wir wieder fast den ganzen Tag gebraucht.

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