18.10.2017. Shanti Tag und Kindergesichter

Wir schlafen die ganze Nacht durch und erholen uns von den gestrigen Strapazen, wachen erholt und ausgeruht auf. Wir setzen uns zusammen mit Bennet an den Frühstückstisch und geniessen die herrliche Ruhe hier im Prem Homestay. Es wird uns Kaffee und Tee gebracht.
Draussen hören wir die Geräusche des indischen Alltages, beobachten wie die Bauern ihre Ziegen und Kühe auf die Felder treiben und betrachten das Geschehen.

Das Frühstück dauert ein bisschen dafür ist aber alles frisch gerüstet und gekocht, super gut zum Essen. Das Prem Homestay liegt etwas abseits des Trubels von Khajuraho, mitten im realen Indien, wo die Bauern in kleinen Backsteinhäuschen leben. Während ich nach dem Frühstück den Blog schreibe, räumt Tobi das Auto aus.

Da hier viele Kinder sind, kommen alle um zu schauen. Ich nutze den Moment und hole die Kamera heraus, versuche die süssen Kindergesichter zu fotografieren. Anfangs sind sie noch etwas scheu, aber es dauert nicht lange und alle wollen auf den Bildern sein. Während ich fotografiere gesellt sich der Maler (der Einzige in Khajuraho, wie er betont hat,) hinzu und fängt an, den weissen Stein nebenan zu bemalen. Die Affengottheit Hanuman wird auf den Stein gemalt.

Der ursprüngliche Grund, dass der Stein angemalt wird ist aber nicht etwa, wegen des heiligen Festivals, sondern ein anderer. Da die Kinder und Jugendlichen wegen den Gästen ständig auf dem Stein rumgelungelt sind und die Gäste sich deswegen gestört fühlten, hat der Manager hier beschlossen, den Stein weiss anzumalen damit er heilig ist. Also warum nicht gleich noch eine Gottheit darauf malen? Dies hat zudem den tollen Nebeneffekt, dass die Leute den Grund darum herum, sauber halten.

Ein Deutscher der schon seit drei Monaten hier ist hat sein Übriges getan und zusammen mit den Einheimischen, den Müll zusammengenommen. Zudem hat er dem Manager und seiner Schwester Roshni dabei geholfen, die Gästezimmer zu putzen und vorzubereiten.

Er erzählt uns einige interessante Geschichten die er hier erlebt hat und wir hören ihm gespannt zu.

Mit Roshni mache ich noch ein bisschen Mädchenkram, schminke sie und schenke ihr am Schluss noch etwas von meinen Lidschatten, worüber sie sich sehr freut.
Danach helfe ich Tobi mit dem Auto und wir verschenken alles was wir nicht brauchen, an die Anwohner, die sich sehr darüber freuen.

So geht der Tag schnell vorbei und auf der Dachterrasse geniesse ich die wunderschöne, ländliche Aussicht, spüre die gute Energie die von diesem Ort ausgeht und sehe zu, wie die Sonne langsam untergeht.

Gegen den späteren Abend setze ich mich draussen an den Tisch und schreibe Blog, betrachte die strahlenden Kindergesichter auf den Bildern und bin einfach nur zufrieden.

Ein richtiger Shanti Tag nach meinem Geschmack und auch Bennet und Tobi sind zufrieden, wobei Bennet eigentlich den ganzen Tag praktisch nur geschlafen hat.
Zum Glück ist am frühen Morgen aber noch ein Mechaniker aufgetaucht und hat seine Karre geflickt. Wir hoffen nun, dass es halten wird.

 

Übrigens können wir das Prem Homestay in Kharujaho wärmstens weiterempfehlen.
In ganz Indien haben wir noch nie so gut übernachtet, wie hier.
Saubere Zimmer, tolle Menschen, wunderschöner Ort und tolles Essen.

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