06.10.2017. Abschied von lieben Menschen und ein erneuter Besuch in der Garage

Wir sind wie immer vor der dem Klingeln des Weckers wach und unterhalten uns noch ein wenig, ehe wir aufstehen, uns anziehen und in den oberen Stock des Hostels gehen, um gemeinsam mit Bennet zu frühstücken.
Wir setzen uns gemeinsam mit ihm, Cris, Tilda, Fabian und zwei anderen Deutschen an den langen Tisch, teilen Honig und Kaffee und plaudern. Später hole ich meine Instax Kamera und mein Fotobuch raus und wir machen ein Gruppenfoto, wo jeder danach noch einen kleinen Eintrag in meinem Buch hinterlässt.

Auch Christina gesellt sich dazu und wir machen zu zweit noch ein Bild, mit ihr habe ich mich in den letzten Tagen, besonders gut verstanden. Da Cris heute nach Kuala Lumpur reist, Christina in ein anderes Hostel geht, Tilda für zehn Tage ein Kloster aufsucht um zu meditieren und Fabian zurück nach Deutschland fliegt, herrscht Aufbruchstimmung und wir verabschieden uns von all diesen lieben und tollen Menschen, die wir in den letzten Tagen zu schätzen gelernt haben.

Anschliessend machen Tobi und ich uns auf den Weg zu einer Landrover Garage, wo wir uns um ein neues Problem kümmern müssen. Da bei unserem Fahrwerk die Schmiernippel von den Plattfedern nicht so wollen wie wir, mit anderen Worten das Fett wieder rausdrückt, müssen wir nun herausfinden, weshalb. Wir fahren zu einer Overlander Landrover Garage, welche wir übers Internet gefunden haben und schauen nach, ob die nach den Feiertagen schon geöffnet hat. Zu unserem Glück ist sie offen und wir fahren sogleich rein. Miles, ein Brite der schon seit ein paar Jahren in Kathmandu lebt, ist der Inhaber der Garage. Er nimmt sich unserem Problem sogleich an, bringt einen Mechaniker hinzu und zu dritt machen sie sich an die Arbeit, während ich es mir im Schatten gemütlich mache.

Lustigerweise treffen wir hier in der Garage auf einen Solothurner und seine thailändische Freundin, welche von der Schweiz mit einem Landrover Defender losgefahren sind und ihre Karre auf die Seite gelegt haben. Die ganze Hinterachse ist im Eimer und es wird vermutlich länger als einen Monat dauern, bis sie diese ersetzen können. Nun sind sie hier in Kathmandu auf Wohnungssuche, da dies auf längere Zeit günstiger ist, als ein Hostel.

Dani und ich hocken also im Schatten, unterhalten uns über ihre und unsere Reise, Erfahrungen und Erlebnisse und es ist irgendwie schön, wieder einmal die eigene Muttersprache von anderen Leuten zu hören. Auch nach getaner Arbeit und frischgeschmierten Plattfedern, bleiben wir noch einen Moment sitzen und plaudern, ehe Tobi und ich uns wieder verabschieden müssen, weil wir noch andere Sachen zu erledigen haben. Wir fahren zurück zum Hostel, gehen kurz was essen und ich wasche anschliessend unsere Kleider von Hand, während Tobi das Auto aufräumt. Leider dauert es meistens nicht sehr lange bis wieder ein Chaos entsteht, deshalb sind wir ständig wieder am Aufräumen und Putzen.

Ich setze mich mit den heutigen Bildern an einen der Tische, schreibe Blog und lasse die vielen Ereignisse der letzten Tage nochmals Revue passieren.
Wir haben hier in Kathmandu tolle Menschen getroffen, viele schöne Erfahrungen gemacht und interessante Einblicke in die Kultur Nepals erhalten.
Morgen werden wir Kathmandu verlassen und uns auf den Weg nach Bakthapur machen.

Übrigens hat Bennet heute auf dem österreichischen Konsulat angerufen um nachzufragen ob seine Wahlkarte angekommen ist, so wie es aussieht, ist sie noch nicht angekommen. 😀

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