30.09.2017. Spieltag im Hostel

Die Affenfamilie rattert schon am frühen Morgen um sechs Uhr über das Blechdach, schwingt sich von Baum zu Baum, über unseren Balkon in den nächsten Garten.
Die tiefen Gesänge der Mönche, die im Kloster nebenan erklingen, mischen sich mit der Musik, die von überall erklingt und dem Rascheln der Bäume.

Es ist etwas bewölkt draussen und angenehm kühl, jedoch drückt schon die Sonne ein bisschen durch. Wir gehen hoch und setzen uns an einen der Tische, bestellen uns Pancakes mit Früchten und trinken Kaffee. Da heute anscheinend einer der wichtigsten Tage des neuntägigen heiligen Festivals ist, sind alle Läden und Restaurants komplett geschlossen, also sind wir etwas planlos, was wir mit dem heutigen Tag anstellen sollen.
Ich nutze die ruhige Stimmung um Blog zu schreiben, dazu setze ich mich in den Vorhof des Hostels, wo es angenehm still ist. Auch Bennet gesellt sich zu mir und schreibt Tagebuch, er hinkt schon mehr als nur ein paar Tage hinterher.

Tobi räumt in der Zeit das Auto aus, räumt auf und macht klar Schiff.
So vergeht die Zeit relativ schnell und es ist schon nach Mittag als wir langsam hungrig werden. Da wie bereits erwähnt, alle Restaurants geschlossen sind, beschliessen wir, im Hostel etwas zu essen. Da Personalmangel herrscht, hat man die Wahl zwischen Burger und Spaghetti mit Tomatensauce, wir entscheiden uns für zweites.

Nach dem Essen schreibe ich noch fertig, dann mache ich mich an die Arbeit, alle Flüge und Hotels für den weiteren Abschnitt unserer Reise zu planen.
Dank Peters Antworten, können wir endlich fix planen und alle Flüge buchen.
Nachdem ich alles erledigt haben, holt Tobi unser kleines Reisemonopoly raus und wir spielen eine Runde. Ich gewinne, während Bennet als erster Bankrott ist.

Danach geht es weiter mit einer Art Scrabble, wo wir abwechselnd gewinnen und verlieren. Die Challenge wird schwieriger, als sich zwei Deutsche und ein Portugiese dazugesellen und wir die Wörter auf Englisch bilden müssen. Von Tschau Sepp über Schnapsen (irgend so ein österreichisches Kartenspiel) jassen wir, spielen Scrabble mit den anderen und trinken Wein.

Ein Amerikaner namens Jason aus Boston setzt sich ebenfalls zu uns, erzählt uns von der Wanderung bis zum Base Camp vom Mount Everest, wo er ein paar Tage verbracht hat.
Anschliessend offeriert er eine Flasche Wein nach der anderen. Wieder wird Scrabble gespielt, wir sitzen mittlerweile zu zehnt am Tisch. Es ist immer wieder schön, gleichgesinnte Leute zu treffen, die das Reisen ebenso geniessen wie wir.

Gegen den späteren Abend leert sich das Restaurant des Hostels zusehends, auch Bennet haut sich aufs Ohr, während Tobi und ich uns mit den Einheimischen nach draussen setzen, und uns unterhalten. Kurz nach eins verabschieden auch wir uns und gehen ins Bett.

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