01.10.2017. Affen und das Problem mit dem Strom

Wie jeden Morgen rumpelt es laut und die Affen springen über das Dach, ich höre wie sie einander ankreischen und beschimpfen. Es ist kurz vor neun, als wir uns mit Bennet zum Frühstück treffen, ein Spiegelei auf Toast essen und dazu einen Kaffee trinken.

Nach dem Essen will Tobi eigentlich noch im Auto noch fertig aufräume, doch es kommt wie immer anders. Wir stellen fest, dass unser IBS Gerät keine Aktion anzeigt. Normalerweise wenn die Sonne auf die Solarpanels scheint, leuchtet in der Regel ein Licht auf, dass uns anzeigt, dass die Batterien des Fahrzeuges aufgeladen werden. Jedoch wird uns nichts angezeigt und die Batterien sind auch nicht vollgeladen. Irgendwas stimmt also ganz und gar nicht.


Wir machen uns mit Bennets Hilfe, sogleich an die Arbeit. Während Bennet als gelernter Elektriker über viel Erfahrung verfügt, sind wir auf diesem Gebiet komplette Laien.

Bennet fängt an den Strom zu messen, Tobi deckt die Solarpanels abwechselnd ab und wir versuchen herauszufinden, wo der Fehler liegt, doch das ist schwieriger als gedacht. Da ich den beiden keine grosse Hilfe bin, mache ich es mir in dieser Zeit in einem unserer Campingstühle gemütlich und lese ein bisschen.


Gleichzeitig beobachte ich die Affen, die ständig um uns herumschleichen und uns sogar eine Packung Kekse klauen, die sie mit hocherhobenem Schwanz davontragen. Sie zanken sich um ihre frischerbeuteten Kekse, lassen den Abfall zu uns hinunterfallen und die Hälfte der Kekse noch dazu. Ich nehme einen davon und schmeisse ihn wieder hoch, der Affe fängt ihn geschickt auf und er verschwindet innerhalb von einer Sekunde in seiner Klappe.

Tobi und Bennet haben in der Zwischenzeit den gesamten Stromumwandler auseinandergenommen und akribisch genau angeschaut. Dort ist jedoch nichts zu finden.
Am Mittag gehen wir hoch zum Restaurant und bestellen uns Nepali Dahl Bhatt, ein Teller mit Reis, Linsen Dahl, Poulets, Gemüse und Kartoffeln, was sehr fein ist.

Danach machen sich die beiden wieder an die Arbeit und hängen die Batterie ab, suchen nach Auffälligkeiten und bauen anschliessend das IBS auseinander. Auch dort können sie keinen Fehler finden, wir sind alle etwas ratlos.

Sie schliessen das IBS wieder an und immerhin funktioniert die Anzeige wieder, aber ob sich etwas geändert hat, werden wir wohl erst morgen herausfinden, wenn die Sonne wieder auf die Panels scheint. Heute ist sie schon früh hinter den Häusern verschwunden.

Die Arbeit hat den ganzen Tag über gedauert und als es dunkel wird, hören wir auf mit der ganzen Sache und setzen uns an einen der Tische, um etwas zu Essen zu bestellen.
So vergeht ein weiterer Tag unserer Reise.

Offiziell sind wir nun schon sechs Monate unterwegs und wir geniessen es immer noch in vollen Zügen.  😊


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