27.09.2017. Reifen flicken und ein Besuch im Affentempel

Mein Wecker klingelt um sechs Uhr in der Früh und nach einer relativ schlaflosen Nacht, weil die Hunde draussen pausenlos bellten, stehen wir müde auf. Unser Plan für heute ist es, die Garage aufzusuchen, von der wir die Adresse am Vortag bekommen haben. Also machen wir uns gegen sieben auf den Weg. Die Fahrt durch den Verkehr verläuft relativ problemlos, da ab morgen das neuntägige Festival der weiblichen Götter startet.
Wir fahren durch die Innenstadt wo bereits schon reger Betrieb herrscht, überall kann man frische Blumenkränze und andere Artikel kaufen, Gemüse und Fleisch, sowie wunderschöne genähte Kleider. In der Nähe des Flughafens sollte sich eigentlich die besagte Garage befinden, jedoch sehen wir zwar ein Toyota Schild, aber keine Garage. Vom Wachmann der vor einem der Tore steht erfahren wir dann, dass die Garage schon vor über einem Monat geschlossen hat. Mit MapsMe schauen wir wegen einer anderen Garage auf dem Handy nach, doch als wir dort eintreffen, ist aber auch diese Garage geschlossen.
Nun sind wir etwas genervt und machen uns auf den Rückweg zum Hostel. Unterwegs halten wir bei der Ford Garage an und fragen dort, ob wir den Reifen nicht trotzdem bei ihnen wechseln könnten. Dort heiss es, wir müssen auf den Chef warten. Wir beschliessen, in dieser Zeit im Hostel zu frühstücken. Dort treffen wir auf Bennet der mit seinem VW Bus ebenfalls auf der Suche nach einer Garage war, um ein paar kleinere Sachen zu reparieren. Auch er hat seine Karre bei der Ford Garage abgestellt, um auf den Chef zu warten, also machen wir uns nach dem Frühstück wieder auf den Weg zur Garage. Dort werden wir dann mit einer Adresse abgespeist, wo wir den Reifen flicken können. Also machen wir uns wieder auf den Weg, haben zwar keine Ahnung wo, aber dank der Hilfe der Einheimischen und einer eigenen Motorrad Eskorte, finden wir die richtige Garage. Der Reifen wurde demontiert und auf Löcher kontrolliert und es stellt sich heraus, dass eine dicke, fette Schraube in unserem Reifen steckt. Die Schraube wird entfernt und das Loch mit einem Patch geflickt, der Reifen wieder montiert und aufgepumpt. Wir sind sehr froh darüber. Das Ganze hat uns insgesamt umgerechnet drei Franken gekostet, eigentlich wollten sie gar nichts dafür. Jedoch habe ich dem Mechaniker die Kohle einfach in seine Hosentasche gestopft.

Wir machen uns mit unserem frisch reparierten Reifen wieder auf den Rückweg zu unserem Hostel, wo Bennet uns die Tore öffnet, damit wir wieder im Innenhof parkieren können. Wir einigen uns darauf, erst mal was zu Mittag zu essen und späterden Affentempel zu besichtigen, also gehen wir zu unserem neuen Restaurant des Vertrauens, wo wir uns mit Veg Momo, Chop Suey, Tukpha und Chicken Curry den Bauch vollschlagen. Danach machen wir uns auf den Weg um zum Affentempel hochzulaufen. Unterwegs kaufen wir noch Gebetsfahnen und Räucherstäbchen. (Übrigens haben wir unsere Om ma ni padme hum Fähnchen im Auto aufgehängt und sie sehen toll aus!)

Es geht steil die Treppe hinauf und die Affen wuseln überall auf dem Weg herum. Es ist heiss und wir schwitzen, obwohl Kathmandu auf tausenddreihundert Meter liegt. Oben angekommen werden wir von Gebetsfahnen umgeben und viele Menschen sind unterwegs. Wir laufen hoch zur buddhistischen Stupa, geniessen einen atemberaubenden Ausblick über die ganze Stadt und wundern uns über die angenehme Stille, die uns dort oben umgibt. Wir bleiben lange oben, beobachten die Affen die überall spielen und ihre Kleinen mit sich herumtragen und die Mönche mit ihren wunderschönen, weinroten Umhängen, die uns mit einer Gebetskette in den Händen auf dem Weg entgegenkommen.

Gegen den Abend machen wir uns auf den Rückweg zum Hostel, hüpfen unter die Dusche und setzen uns im Restaurant des Hostels, an einen der grossen Tische. Ich bestelle mir zum Abendessen einen griechischen Salat, mehr mag ich heute wirklich nicht mehr essen.

Wir setzen uns mit ein paar anderen zusammen an den Tsich und unterhalten uns über unsere Reisen und Erfahrungen. Es ist immer wieder schön, andere Menschen zu treffen und wir geniessen zusammen einen gemütlichen Abend.

 

 

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