23.09.2017. Ginseng und italienisches Abendessen

Der Tag beginnt bewölkt und nach dem obligatorischen Frühstück, macht sich Tobi an die Arbeit, unseren geliebten Cool running’s auf Vordermann zu bringen, während ich mich mit dem Laptop im Zimmer verschanze, um die letzten drei Tage nachzuholen. Da bei uns immer viel losgewesen ist, bin ich nicht so recht zum Schreiben gekommen, geschweige denn, die Bilder zu sortieren und Ordnung zu schaffen.
So mache ich mich also ebenfalls an die Arbeit. Nach dem Blog schreiben, setze ich mich in den Hotelgarten, bestelle mir ein Apfel-Zimt Lassi und schreibe eine Playlist für die Musik.

Tobi und Bennet werkeln in der Zwischenzeit an ihren Fahrzeugen rum.

Gegen den frühen Nachmittag gehen wir um die Ecke schnell etwas essen. Bennet bestellt sich einen Burger, Tobi isst Nudeln Chowmein und ich bestelle mir Reis Byriani mit Poulet. Das Essen ist nicht schlecht, meins jedoch ziemlich scharf.

Nach dem Essen chillen wir noch ein bisschen, duschen und machen uns bereit für den gemeinsamen Abend mit Oliver und Remo, sowie den Italienern die uns alle bei sich zum Abendessen in ihrem Camper eingeladen haben.
Ich kaufe auf dem Weg noch zwei Flaschen Rotwein, die Jungs entscheiden sich für Bier.

Das Hotel von Oliver und Remo befindet sich etwas oberhalb von Pokhara, wo man eine wunderbare Aussicht über die Häuser des Städtchens hat.
Wir sehen ihr grosses, cooles Fahrzeug schon von Weitem, welches aus einem Mitsubishi Pick Up und einem Alkoven Wohnkabine besteht. Sieht echt sehr beeindruckend aus.
Wir kommen oben beim Hotel an und machen es uns mit den anderen auf der schönen Terrasse gemütlich, trinken Bier, futtern Snacks und plaudern.
Später zeigt uns Oliver noch die Details ihres Fahrzeuges, der Innenausbau ist absolut top.
Yang, ein Südkoreaner und der Zimmernachbar von Oliver und Remo, gesellt sich ebenfalls zu uns an den Tisch. Immer wieder giesst er frischen Tee für uns auf, den er in kleinen Tassen und Gläser an uns verteilt.
Die Italiener Cinzia und Luca machen sich in der Zwischenzeit auf dem Weg zu ihrem Camper, der in der Nähe des See’s steht.
Wir verabreden uns mit ihnen um acht Uhr zum Essen.
Irgendwann kommt Yang auf die Idee, uns frischen Ginseng anzubieten, der sehr erdig schmeckt, aber gar nicht mal schlecht ist. Seine blutdrucksenkende Wirkung bekommen wir erst später zu spüren. Yang erzählt uns viele interessante Sachen über Südkorea, bietet uns weiterhin Tee an und wir staunen, dass er auch wenn wir Schweizerdeutsch sprechen, viel davon versteht, weil er einfach unsere Mimik studiert. Ein kluger vielseitiger Mensch.

Als es Zeit ist, aufzubrechen sind wir alle ein bisschen heiter unterwegs, freuen uns aber sehr auf das italienische Essen bei Luca und Cinzia. Wir verabschieden uns von Yang und bedanken uns für den Tee und den Ginseng.
Bei Cinzia und Luca angekommen, gibt es frischen selbstgemachten Gnocchi mit Tomatensauce, Thunfischpaste mit Kartoffeln und Essiggurken und in Öl eingelegten Coppa. Herrlich! Das Essen ist so fein und wir langen kräftig zu.

Mit Cinzia und Luca unterhalten wir uns in einem Mix aus Spanisch und Italienisch, da sie sehr wenig Englisch sprechen. Ich für meinen Teil geniesse es sehr, auch andere Sprachen wieder zu repetieren und dazu zu lernen.

Irgendwann entfaltet der Ginseng dann seine volle Wirkung und wir fühlen uns alle unglaublich schwer und müde. Oliver und Remo verabschieden sich früh und machen sich auf den Weg zum Hotel, während Bennet, Tobi und ich noch eine Weile bleiben und plaudern.
Später machen wir uns ebenfalls auf den Rückweg ins Hotel, wo wir völlig k.o. vom Ginseng ins Bett fallen. Auch sind wir uns das schwere italienische Essen irgendwie nicht mehr so gewöhnt, da wir hauptsächlich viel Reis und Gemüse essen.
Der Ginseng lässt mich auf der Stelle einschlafen, selten habe ich mich so fix und fertig gefühlt.
Auch Tobi macht frühzeitig den Schirm zu, jedoch wacht er nachts um zwei auf, weil ihm etwas übel ist.

Doch alles ist okay, kein Erbrechen.
Wir schlafen beide wieder ein und schon bald geht die Sonne hinter den Bergen auf.

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