18.09.2017. Die Wanderung von Tobi und Bennet

Dieser Beitrag widme ich Tobi und Bennet die heute Mittag von ihrer 4-tägigen Wanderung zurückgekehrt sind. Während ich mit den beiden Kanadierinnen draussen im Hotelgarten sitze und plaudere, höre ich den Jeep der mit den beiden vors Hotel fährt und anhält. Sie sehen beide etwas müde aus, was nach den anstrengenden Tagen nicht weiter verwunderlich ist. Ich freue mich, dass die beiden wieder da sind und kann es kaum erwarten zu hören, wie die Wanderung war.

Am ersten Tag ihrer Wanderung sind sie zuerst mit dem Taxi nach Kamde gefahren, von dort aus hat ihre Wanderung ins Forest Camp angefangen. Sie sind durch nebeligen Dschungel gelaufen, wobei sie auf halbem Weg einen Guide mit zwei Australier angetroffen haben. Sie haben sich den anderen angeschlossen und gemeinsam sind sie an die fünf Stunden und 14Km gewandert, bis sie im Forest Camp angekommen sind. Auf dem Weg haben sie zwar keine Schneeleoparden gesehen wie anfangs erhofft, dafür wunderschöne wilde Orchideen und andere Pflanzen.

Auf 800m im Forest Camp angekommen, wurden sie freundlich empfangen und haben ihr kleines, gemütliches Zimmer beziehen können. Die Temperaturen waren angenehm und am Abend haben sie sich gemeinsam mit den anderen an einem Feuer eingefunden und mit den Einheimischen geplaudert. Jedoch sind sie alle so erledigt gewesen, dass um neun Uhr abends Schluss war.

Am zweiten Tag haben sie sich auf den Weg zum High Camp gemacht, dabei mussten sie bis 1700 Höhenmeter bewältigen, was sehr anstrengend war. Zudem war der Guide so schnell unterwegs, dass es fast schon ein Sprint war. Bis zum High Camp haben sie an die vier Stunden gebraucht, es hat zum Teil geregnet und der Weg war streng. Zudem haben beide angefangen, die Höhe zu spüren was sich mit leichten Kopfschmerzen und schnellerer Atmung bemerkbar gemacht hat. Das High Camp liegt immerhin auf 3700m und alle waren total erledigt und fertig, als sie dort ankamen.

Es ist erst Mittag und den Rest des Tages haben sie dafür genutzt, zu duschen und sich zu erholen, Karten spielen, zu plaudern, usw. Wieder geht es früh ins Bett, schliesslich steht am nächsten Tag eine weitere Etappe bevor.

Am dritten Tag beginnt der Aufstieg auf 4200m, wo sich ein atemberaubender Aussichtspunkt befindet, wo man das Himalaya Gebirge wunderbar überblicken kann.

Sie sind morgens um vier Uhr aufgestanden und in der Finsternis hochgelaufen, die Taschenlampe in der Hand und die Müdigkeit von den letzten beiden Tagen in den Beinen.

Als sie oben angekommen sind, konnten sie den Sonnenaufgang über dem Himalaya bewundern. Die Luft ist kühl und klar und Bennet und der eine Australier haben sich so frei gefühlt, dass sie sich nackt auf den Berg stellen mussten.

Kopfschüttelnd hat Tobi ein paar Fotos von ihnen gemacht, die wir hier auf dem Blog aber nicht zeigen werden.

Sie geniessen auf dem schönen Flecken Erde noch ein Frühstück um Energie zu tanken, beobachten die Yaks beim Grasen und machen sich nach ungefähr einer Stunde wieder an den Abstieg. Zuerst sind sie ins High Camp gelaufen, haben dort eine halbe Stunde Pause gemacht und danach ins Forest Camp hinuntergelaufen. Danach haben sie einen anderen Weg genommen und sind in ein anderes Tag gewandert. Insgesamt haben sie an diesem Tag einen Abstieg von 2300 Höhenmetern gemacht. Ziemlich heftig!

Völlig entkräftet und fertig sind sie in einer Lodge angekommen, wo sie den letzten Abend verbracht haben.

Am vierten Tag mussten sie glücklicherweise nicht mehr weit gehen bis sie mit dem Jeep aufgegabelt wurden.

So sind sie wie bereits erwähnt, am Mittag wieder in Pokhara angekommen.

Zuerst wurde mal geduscht, danach haben wir uns alle einen gemütlichen Nachmittag gemacht.

Tobi und ich sind am Abend zu zweit essen gegangen, welches hervorragend geschmeckt hat. In der Blues Bar haben wir noch Billard gespielt, ich habe ärgerlicherweise zweimal verloren.

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