17.09.2017. Chillen und Jam Session

Um acht Uhr morgens klingelt mein Handy Sturm und ich dachte schon, Tobi und Bennet sei etwas zugestossen. Ich werfe einen Blick auf das Display und lese dort Rami’s Namen.

Ich nehme den Anruf an und sage als erstes: «Kannst du bitte aufhören mich am frühen Morgen zu terrorisieren?» Jeannine, go to Rooftop, go to Rooftop, you can see Mountains there, very nice sight», kräht es von der anderen Seite in den Höhrer.

Also stehe ich auf, schnappe die Kamera und begebe mich auf die Dachterrasse, um den grossen Berg zu betrachten, den ihr schon auf dem Bild des Vortags gesehen habt.

Zwei Kanadierinnen (Mutter und Tochter), gesellen sich auch zu mir und wir plaudern ein bisschen. Ich mache noch ein paar Fotos, bringe die Kamera zurück ins Zimmer und begebe mich runter in den Garten, um zu frühstücken.

Als ich so in den Garten komme, staune ich nicht schlecht als die Angestellten eifrig damit beschäftigt sind, ihren E-Scooter und Auto zu waschen. Die Fahrzeuge sind auf Hochglanz poliert und eine einheimische Frau ist damit beschäftigt, Tikka auf die Fahrzeuge zu schmieren. Ein heiliges Ritual um die Fahrzeuge und ihre Fahrer vor Unfällen im Strassenverkehr zu schützen. Auch unsere Fahrzeuge wurden mit Tikka beschmiert, zudem hängte einer der Angestellten noch ein rotes Stück Stoff bei uns an den Innenspiegel. Auch ich bekomme  einen roten Punkt auf die Stirn und werde gesegnet. Eine schöne Geste, die ich sehr zu schätzen weiss. Dann wird mir mein Frühstück gebracht und ich setze mich an einen der gemütlichen Tische.

Ich esse ein Müsli und trinke einen Kaffee, gehe zurück aufs Zimmer und mache mich bereit, um die Stadt zu erkundigen. Mit der Kamera im Schlepptau mache ich mich auf den Weg, komme aber nicht weit, weil Rami und seine Frau mich sofort in ihr Büro einladen und ich wieder für eine Stunde hängen bleibe. Rami bringt mir einen Becher Jogurt, den ich mir mit einem kleinen Jungen (siehe Foto), teile. Der kleine Kerl hat mir mehr als den halben Becher Jogurt weggefuttert, jedoch im Anschluss ein paar seiner zerbröselten Butterkekse mit mir geteilt, wobei er mir dann die Hälfte trotzdem wieder versucht hat, aus der Hand zu reissen, doch ich bin schneller, was er mit einem frechen Grinsen quittiert.

So bleibe ich noch eine Weile bei Rami und seiner Frau sitzen, unterhalte mich mit ihnen und einem Australier der sich auch noch hinzugesellt. Später mache ich mich dann endgültig auf den Weg zum See, wo ich hier und da ein paar Bilder mache und die fröhlich lockere Atmosphäre geniesse. Das Wetter ist anfangs noch schön, jedoch ziehen hinter den Bergen Wolken auf. Ich bleibe ein paar Mal stehen und unterhalte mich mit ein paar Einheimischen, höre einem Typen beim Gitarre spielen zu und schlendere anschliessend zum Spa, weil ich meiner Gesichtshaut nach der vielen Sonne auch mal ein bisschen Erholung gönnen möchte.

Also entscheide ich mich für eine Früchte-Gesichtsbehandlung, wo ich zuerst eine Honigmaske, dann ein Milch/Reis Peeling, eine Bananen – und später noch eine Apfel Papaya Maske bekomme.

Nach dieser herrlich, entspannten Behandlung setze ich mich dort im Garten auf einen der Liegestühle und geniesse die herrliche Ruhe. Am See unten kriegt man wirklich rein gar nichts vom geschäftigen Stadtleben von Pokhara mit, eine Oase der Ruhe und Erholung.

Gegen den späteren Nachmittag, gehe ich zurück zum Hotel, wobei ich wieder bei Rami stehen bleibe und er den Vorschlag macht, ich könnte am nächsten Morgen hoch zum Sarangkot fahren mit seiner Frau um dort den Sonnenaufgang über dem Himalaya anzuschauen. Natürlich bin ich da voll dabei und wir verabreden uns für den nächsten Morgen. Ich gehe zurück zum Hotel, bleibe bei den beiden Kanadierinnen hängen und plaudere mit den beiden Mädels. So bin ich schon fast im Stress, als ich es endlich schaffe unter die Dusche zu hüpfen. Danach mache ich mich fürs Abendessen bereit und ziehe wieder los. Im »Lemon Tree», bestelle ich mir etwas zu essen, lese ein bisschen auf meinem E-Reader und lausche der Live Musik von nebenan.

Nach dem Essen gehe ich zur Blues Bar wo Robin noch eine Revangé im Billard gegen mich spielen will. Da wir es beide nicht schaffen die schwarze Kugel im richtigen Loch zu versenken, einigen wir uns am Schluss für ein unentschieden.

Später setzen Robin, Ameet und ich uns zu dritt raus in den Garten, wo Ameet Gitarre spielt, Robin zum Takt auf den Tisch trommelt und ich singe.

Es hat irgendwann angefangen zu regnen und der Regen trommelt so laut auf das Dach, dass wir und ziemlich anstrengen müssen um ihn zu übertönen.

Es ist ein wunderschöner und friedlicher Abend und wir sind alle guter Stimmung.

Um zwölf Uhr nachts mache ich mich auf den Rückweg zum Hotel wobei ich von Robins Bruder mit dem Motorbike gefahren werde. Viel Unterschied macht es nicht, bis dieser seine Regenkleider rausgekramt und angezogen hat, bin ich schon pitschnass. Scheiss drauf, ich geniesse die kurze Fahrt zum Hotel trotzdem.

Der Wachmann öffnet mir das Tor und gibt mir meinen Zimmerschlüssel.

Also gehe ich hoch ins Zimmer, mache mich fürs Bett fertig, lese noch ein bisschen und lösche anschliessend dasLicht.

 

 

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