07.09.2017. Übernachtung am Fluss

Die Nacht ist viel zu heiss und tropisch, ich schlafe auch nicht viel. Tobi geht es ebenso, auch er bekommt nicht viel Schlaf ab. Bennet hingegen ist fit und munter wie eh und je und kocht für uns alle, Haferflocken und schmeisst noch ein paar geschnittene Äpfel rein. Dazu kochen wir frischen Kaffee und geniessen den ruhigen Morgen im dichten Dschungel.

Wir sehen noch keine Affen und selbst die Moskitos scheinen noch zu schlafen, worüber vor allem ich sehr dankbar bin. Wir räumen unsere Sachen auf und packen alles zusammen, bevor es auf die Hauptstrasse zurückgeht. Bennet folgt uns wie immer, mit seinem VW Bus.

Wir fahren durch ein grosses Tigerreservat und Tobi und ich geben unser Bestes, um immer wieder in die Büsche zu linsen, in der Hoffnung, etwas sehen zu können. Den Schildern nach zu urteilen, könnte man in dem Reservat Tiger, Leoparden, Elefanten und eine Hyänenart die wir noch nie gesehen haben, zu Gesicht bekommen. Leider haben wir nicht so viel Glück, den wir sehen weder noch.

Das Einzige, dass wir zu Gesicht bekommen, sind die vielen Rinder und Ziegen, die auf der Strasse sind und es einem oft schwermachen, Lastwagen und andere Fahrzeuge zu überholen.

Es ist heiss und tropisch, die Kleider kleben an der Haut und der Fahrtwind macht das Ganze nicht viel erträglicher.

Wir beschliessen, möglichst früh einen Platz zum Übernachten ausfindig zu machen, was ich heute als nicht so einfach gestaltet, wie erhofft Die Passstrassen sind zu schmal um auf einem Wiesenstreifen parkieren zu können und die Dörfer zum Teil so laut und chaotisch, dass man auch da keine Lust dazu hat.

Die Strassen sind zum Teil mit Wasser überflutet und in schlechtem Zustand, es geht nicht immer vorwärts und die unzähligen zweirädrigen Verkehrsteilnehmer könnten einen Kurs, in Sache Geradeausfahren gut brauchen. Ständig fahren sie einem vor die Kiste, gehen nicht immer zur Seite, wenn man hupt und starrt einem dann mit offenem Mund hinterher.

Das kann manchmal ganz schön nerven.

Irgendwann gegen den späteren Nachmittag ist uns das Glück doch noch hold, denn wir finden einen schönen Platz an einem Fluss, wo wir unser Lager aufstellen. Während Bennet baden geht, darf ich seine Dusche nutzen, worüber ich sehr dankbar bin.

Danach setze ich mich an unseren Campingtisch und fange an, Knoblauch und Zwiebeln für das Abendessen zu hacken. Ich koche uns eine grossen Pfanne Spaghetti mit Tomatensauce und wir hauen ordentlich rein.

Zufrieden geniessen wir den Blick auf das ruhige Wasser, zünden ein Räucherstäbchen gegen die Moskitos an und schauen zu, wie der Mond hinter den Bergen aufgeht.

Später gehen wir dann alle ins Bett, müde vom Fahren und den viele Eindrücken, lese ich zur Entspannung noch in meinem Buch und schlafe schliesslich ein.

 

 

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