05.09.2017. Wir verlassen Dadeldhura und schlafen endlich wieder einmal draussen

Wir schlafen bis um acht Uhr aus, duschen und räumen leicht verkatert unsere Sachen zusammen. Bennet ist wieder einmal vor uns fertig. Wir nutzen den Moment uns noch einmal auf die Terrasse zu setzen und die schöne Aussicht über Dadeldhura zu geniessen, bevor wir unten an der Strasse, Kartoffeln und Gemüse einkaufen.

Ich erkläre dem Verkäufer, dass ich nur zwanzig Kartoffeln brauche, jedoch fängt er an, zwanzig Kilogramm einzupacken. Ich bremse ihn dann und erkläre es ihm nochmals, diesmal macht er alles zu unserer Zufriedenheit.
Als wir losfahren wollen, fährt Bennet aus Versehen in den Abwassergraben und bleibt dort stecken. Mit den Händen in den Hosentaschen steht er etwas ratlos da, während wir und alle anderen, ihm zu Hilfe eilen. Mit vereinten Kräften gelingt es uns, den VW Bus wieder aus dem Graben zu hieven.
Als Bennet mit seinem Auto sicher auf der Strasse steht, fahren wir hoch zum Spital um uns von Lokendra zu verabschieden, der mich im Verlauf des morgens schon dreimal angerufen hat.

Er steht dann auch schon draussen bereit, als wir ankommen. Wir verabschieden uns von ihm und er ist sehr traurig, dass wir Dadeldhura heute verlassen.
Wir lassen Dadeldhura hinter uns und fahren die schmale Bergstrasse hinunter, weichen den laut hupenden Bussen und Lastwagen auf, winken fröhlichen Kindern und geniesen die unglaubliche Aussicht.

Da wir heute wieder einmal draussen schlafen möchten, suchen wir uns frühzeitig einen Schlafplatz. Wir finden eine kleine Lichtung mit Blick über das ganze Tal und beschliessen, dass wir dort unser Lager für die Nacht aufstellen werden.
Wir nutzen den angebrochenen Nachmittag um unser Auto rauszuputzen, aufzuräumen und klar Schiff zu machen, die Wanderschuhe zu putzen und ein paar kleinere Dinge zu reparieren.
Als es Abend wird, fangen Bennet und ich an, Gemüse zu rüsten und zu kochen. Auch Tobi hilft fleissig mit und zu dritt zaubern wir Bratkartoffeln mit Gemüse auf den Tisch.

Leider fängt es bald darauf an zu regnen und wir setzen uns in Bennet´s VW Bus.
Nach dem Essen und dem Abwasch, ziehe ich mich ins Auto zurück um noch ein wenig zu lesen. Der Vollmond scheint hell und es ist kein Laut zu hören, ausser dem Zirpen der Grillen.

Es ist ein schönes und befreiendes Gefühl, wieder draussen schlafen zu können, die Natur und die Wildnis zu geniessen und die Ruhe zu erleben.
Ich lösche das Licht und kurz darauf kommt auch Tobi ins Bett und wir plaudern noch ein bisschen, bevor wir einschlafen.
 

 

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