31.08.2017. Wir fahren von Indien nach Nepal

Am frühen Morgen um etwa halb acht, sitzen wir in einem der grässlichsten Frühstücksräume aller Zeiten, im fensterlosen Kellerraum des Hotels.

Immerhin gibt es Spiegeleier und Kaffee und Toast, mehr brauchen wir auch nicht.

Nach dem Frühstück gehen wir zu dritt zu unseren Fahrzeugen und fahren zur Tankstelle, um zu tanken. Das dauert eine ganze Weile, weil wir gleich beide Tanks komplett auffüllen lassen. Nachdem wir fertig sind, fahren wir endlich los, Richtung Nepal.

Die Strassen sind wie am Vortag total überfüllt mit Fahrzeugen, Menschen und Tieren.

Vor allem in den Städten herrscht totales Chaos. Auch hier ist wieder indischer Egoismus und zum Teil auch wenig Intelligenz angesagt. Jeder schaut für sich, ohne Rücksicht auf Verlust.

Ich fahre langsam und vorsichtig, nicht dass es einen Unfall gibt, Bennet folgt mir mit seinem coolen VW Bus. Wieder fahren wir durch eine grüne Landschaft mit riesigen Bäumen und Affen, die am Strassenrand hocken. An einem grossen See, dessen Wasser einigermassen sauber ist, machen wir eine kleine Pause.

Es ist heiss und die Sonne brennt uns auf die Köpfe, fast kein Wind geht.

Nach der Pause dauert es nicht mehr lange, bis wir an der Grenze sind. Wir halten bei einem Grenzhäuschen an wo wir keine Ahnung warum, pro Fahrzeug fünfundsiebzig Rupien zahlen müssen. Danach fahren wir über den riesigen Fluss, auf die andere Seite rüber wo wir unsere Pässe von der indischen Immigration abstempeln lassen.

Beim Custom Checkpoint lassen wir zudem unser Carnet ausstempeln und werden währenddessen auf Tee und Butterkekse eingeladen. Wir plaudern mit den Beamten und machen uns anschliessend auf den Weg zur nepalesischen Immigration, wo wir uns zuerst ein Visum besorgen müssen. Dazu müssen wir eigentlich nur den Antrag und ein zweites Informationsblatt ausfüllen und ein Passfoto von uns hinterlegen. Zehn Minuten später, haben wir schon das neue Visum im Pass, das für dreissig Tage gültig ist.

Wir bedanken und verabschieden uns bei den Beamten und fahren zum Custom Checkpoint vor, wo wir wieder unser Carnet und die anderen Fahrzeugunterlagen bereitlegen müssen. Ins grosse Buch können wir uns selbst einschreiben worüber ich froh bin, so geht es nämlich ein bisschen schneller. Danach wechseln wir noch Geld und fahren los zum Suklaphanta National Park, wo wir uns ein Zimmer reserviert haben. Die ganze Strasse ist voll mit Kühen und Ziegen, auch neben und vor den winzig kleinen Zoll Häuschen, stehen sie herum.

Wir fahren über Schotterpisten und nehmen dabei vor allem auf Bennet Rücksicht, der mit seinem VW Bus nicht so schnell ist, wie wir. Die Strecke zieht sich noch recht und die Jungle Cottages, gar nicht so einfach zu finden. Am Rande des Nationalparks, mitten im Dschungel werden wir endlich fündig und es ist schon fast sechs Uhr abends, als wir eintreffen.

Wir werden schon erwartet und können sogleich unsere Zimmer beziehen.

Eine Nacht kostet an die zwölf Franken, was günstig ist.

Am späteren Abend essen wir zu dritt zu Abend und gehen bald ins Bett, weil wir morgen schon wieder früh aufstehen müssen.

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