25.08.2017. Wir fliegen von Myanmar zurück nach Indien

Wir schlafen am Morgen aus und begeben uns kurz vor neun zum Frühstücken, ins Erdgeschoss unseres Hostels. Während Tobi wieder voll reinhaut, klemme ich das kalte Spiegelei zwischen zwei getoastete Toastscheiben und trinke dazu eine Tasse lauwarmen Kaffee. Immerhin besser als nichts, denke ich mir.

Danach gehen wir zurück aufs Zimmer und fangen an zu packen. Da es in unserem winzig kleinen Zimmer die ganze Zeit feucht gewesen ist, ist auch unser ganzes Zeug etwas feucht. Die schmutzigen Kleider stopfen wir in eine Stofftasche, die wir dann in einem der Rucksäcke verstauen, den Rest des Gepäcks stopfen wir ebenfalls in die Rucksäcke.

Gegen zwölf Uhr beschliessen wir, noch etwas essen zu gehen. Wer weiss, wann wir bei der Fliegerei wieder etwas zwischen die Zähne kriegen.

In der 19th Street gehen wir zu einem Chinesen und bestellen uns gebratene Nudeln mit Gemüse und Fleisch und geniessen zum letzten Mal die friedliche Atmosphäre, in Myanmar.

Pünktlich um eins stehen wir anschliessend an der Rezeption und warten auf unser bestelltes Taxi, das irgendwie nicht erscheint, weil sie vergessen haben, es zu bestellen.

Egal, wir warten also auf ein Neues. Um zehn nach eins werden wir dann abgeholt und an den Flughafen gebracht. Wir werfen noch einen letzten Blick auf die Shwedagon Pagode, das Gold leuchtet von Weitem im hellen Sonnenschein.

Bald kommt der Flughafen in Sicht, wir steigen aus, nehmen unser Gepäck und müssen damit zuerst durch die Sicherheitskontrollen, bevor das Gebäude betreten dürfen.

Am Schalter von Air India geben wir unser Gepäck auf und machen uns anschliessend auf den Weg zu unserem Abfluggate.

Obwohl wir sehr früh dran sind, werden wir schon von einer Angestellten aufgefordert, sofort ins Flugzeug einzusteigen. Nichts mit Airport Shopping!

Wir folgen ihr durch die Gänge und als wir einsteigen, sind wir tatsächlich die Letzten.

Kaum haben wir uns hingesetzt, rollen wir auch schon auf die Startpiste, eine halbe Stunde vor der eigentlichen Abflugzeit.

Hoch über den Wolken lassen wir den Blick nochmals über das Land schweifen, die Gedanken den letzten drei Wochen gewidmet, die wir hier verbracht haben.

Wir haben hier wunderbare Menschen getroffen, atemberaubende Orten besucht, die ich niemals vergessen werde, viel über die Kultur und Geschichte gelernt und vor allem mit allen Menschen hier die Liebe zur Natur geteilt.

Ich wünsche mir sehr, dass ich mit den einen noch lange in Kontakt bleiben werde.

In Kalkutta landen wir um drei Uhr nachmittags und sind sofort wieder mitten im indischen Geschehen. Bei der Immigration lassen wir unsere Pässe einstempeln und begeben uns sogleich zum Terminal mit den Domestic Flights.

Dort angekommen schütteln wir nur die Köpfe über die Hektik der Menschen und das Gedränge, jeder will als erster einsteigen, niemand lässt einen anderen vorbei, gegenseitiges Beschimpfen und Zetern sind die Folgen davon.

Kein Wunder also, dass sich Myanmar wie eine Oase der Ruhe angefühlt hat.

Als wir dann endlich einsteigen können, ist es schon fünf Uhr abends.

Wir verlassen Kalkutta und kommen mit unserem indischen Sitznachbar ins Gespräch.

Er heisst Deepak und arbeitet beim indischen Militär. Seit neun Monat hatte er keinen Urlaub mehr und seine Freundin nicht gesehen. Nun freut er sich natürlich riesig auf seine Ferien, er hat jetzt einen Monat Urlaub.

Wir plaudern mehr oder weniger den ganzen Flug über und verabschieden uns dann in Delhi von ihm.

Unser heiss geliebter Cool running’s steht auf seinem Parkplatz, hat keine Beule und keinen Kratzer abgekriegt und wir sind heilfroh darüber. Wir hängen die Autobatterie wieder an, zahlen das Parkticket und verlassen den Indira Gandhi International Airport.

Ich habe uns ein Zimmer für zwei Nächte im Hotel De Aura reserviert und das Einchecken klappt wunderbar.

Das Zimmer ist grundsätzlich absolut okay, jedoch mehr als nur schmutzig und ekelerregend.

Ich bin wirklich nicht heikel, aber wenn ich bei der Toilette noch die Pissflecken und anderes vom Vorgänger putzen muss, finde ich das ziemlich uncool.

Dank hundertprozentigem Alkohol, immerhin wieder sauber, widmen wir uns der nächsten Aufgabe, dem Boden. Der ist ebenfalls so schmutzig dass ich dem Herrn unten an der Rezeption sage, er solle einen vorbeischicken, der den Boden putzt. Der junge Inder der kurz darauf erscheint, hätte es geradeso gut seinlassen können. Er hat den Dreck mehr oder weniger nur verteilt. Tobi nimmt sich der Sache selbst an und putzt den Boden darauf nochmals selbst. Nachdem er den ganzen Zimmerboden zweimal aufgenommen hat, sieht es schon viel besser aus.

Scheissegal wie ein Zimmer aussieht, sauber muss es sein!

Müde von der Reiserei richten wir uns ein, gehen unter die Dusche und anschliessend bald ins Bett.

 

2 Gedanken zu “25.08.2017. Wir fliegen von Myanmar zurück nach Indien

  1. Astrid

    Tja… die Burmesen sind mehr als pünktlich , von wegen deutsche Pünktlichkeit….. :)))
    Vielleicht schick ich ein paar Kanister Alkohol zu euch, die könnt ihr in den nächsten Wochen, Monaten wirklich brauchen ;))

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