04.08.2017. Wir fliegen nach Myanmar

Der Wecker reisst mich um drei Uhr morgens aus meinen Träumen und ich bin so müde, dass mir davon schon fast übel wird. Tobi geht es genauso, er bleibt noch zehn Minuten länger liegen. Ich stehe auf, ziehe mich an und bereite den Rest für die Reise vor. Kontrolliere nochmals alle Dokumente, schaue nach, ob noch irgendetwas fehlt.

Auch Tobi schleppt sich aus den Federn und zieht sich an. Gemeinsam stopfen wir den Rest unseres Zeugs in den Rucksack, entscheiden uns aber dann, noch kurz zum Auto zu gehen und ein paar Dinge dazulassen. Unser Taxi kommt pünktlich um vier und wir steigen ein und fahren damit zum Flughafen. Unser Fahrer ist ein cooler Kerl der ausgelassen mit uns plaudert und uns von seiner Familie erzählt. Fährt wie ein Henker, aber wir finden es witzig, denn wir haben uns längst daran gewöhnt.

Am Flughafen angekommen, bringen wir zuerst unsere Sachen ins Auto und lassen anschliessend unser Gepäck mit Plastik einwickeln, damit auch ja nirgends etwas reingeschmuggelt oder rausgenommen werden kann.

 Als wir unsere Bordtickets haben und unser Gepäck aufgegeben ist, machen wir uns auf zu den Sicherheitskontrollen. Es herrscht um die frühe Uhrzeit schon Hochbetrieb und die Leute stellen sich reihenweise an.

Natürlich geht der indische Egoismus wie immer vor, jeder schaut für sich und das Gedränge geht nicht auf. So müssen wieder alle stehenbleiben und warten, bis einer nach dem anderen drankommt und durch den Metallsensor laufen darf.

Wir Frauen haben dafür unseren eigenen und trotz keinem verräterischen Piepen, werden wir noch separat durchsucht. Bis wir alle unsere Sachen wieder beisammen haben und unsere Wanderschuhe angezogen sind, dauert es eine Ewigkeit und ich bin froh, dass wir so früh am Flughafen angekommen sind.

Bald ist Boardingtime und wir steigen ins Flugzeug. Nach kurzer Wartezeit geht es auch schon los und schon bald befinden wir uns hoch über den Wolken. Der Flug nach Kalkutta dauert zwei Stunden und am Flughafen angekommen, geht der Spass mit den Sicherheitskontrollen wieder von vorne los. Im Gate herrschte dann Hochbetrieb einer anderen Art. Ein hoher Hindu Guru, seine beiden Gefährten, ein buddhistischer Lhama, zwei muslimische Imame und ein Pfarrer sassen in unserem Abfluggate. Sie wurden von allen Seiten fotografiert und als es Zeit war, einzusteigen, wurden sie begleitet von den Angestellten. Doch keiner von ihnen flieg erste Klasse, sie setzten sich alle zu uns in die Economy Reihen. Der Flug war unruhig und wir hatten einige Turbulenzen.

Nach zwei Stunden, landeten wir endlich in Myanmar. Froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben, begeben wir uns zur Gepäckausgabe.

Die Geistlichen werden vom Fernsehen empfangen und auf Schritt und Tritt gefilmt.

Wir wechselen noch Bargeld und nehmen uns dann ein Taxi zu unserem Guesthouse. Dort angekommen, ruhen wir uns aus und treffen uns anschliessend mit Moh, einer burmesischen Kollegin, die hier in Yangon lebt. Zusammen mit ihr gehen wir Abendessen. Chicken Sweet and Sour mit Stäbchen, Porc Barbecue, Reis und Tuborg Bier, alles perfekt und super fein! Anschliessend fahren wir mit dem Taxi durch Yangon, singen zu dritt Karaoke in unserem privaten Partyraum und fahren dann anschliessend zurück zu unserer Unterkunft. Wir verabschieden uns von Moh und hoffen, dass wir sie vor unserer Abreise nochmals in Yangon treffen werden. Wir haben einen tollen Abend hinter uns und sind müde und etwas angeheitert. Moh schickt mir noch ein paar Tipps, was wir uns in Myanmar alles anschauen sollen, worüber ich sehr dankbar bin.

Anschliessend fallen wir müde ins Bett, es war ein langer Tag.

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