30.07.2017. Delhi, Tag 2: Ein bisschen Citysightseeing

Da wir nun endlich einen Plan haben, nehmen wir die entsprechenden Vorbereitungen in Angriff. Das heisst am frühen Morgen nach obligatorischen Frühstück, setzen wir uns mit der Landkarte von Myanmar, dem Laptop, einem Notizblock und Handy aufs Bett und schauen uns die wichtigsten Punkte an. Als wir uns einig sind, schreiben wir alles auf und machen einen Plan.

Danach nehmen wir uns die Stadtkarte von Delhi vor und schreiben uns die Punkte heraus, die wir noch anschauen wollten. Anschliessend verlassen wir unser Hotel und machen uns auf den Weg. Wir halten ein Tuc Tuc an, streiten uns mit dem Fahrer wie immer über den Preis und fahren los zum ersten Tempel, dem Lakshmi Narayan Tempel.

Die mit rot und gelb bemalten Türme können wir schon von Weitem sehen und draussen stehen schon viele Touristen und Einheimische Leute herum. Wir steigen aus, bezahlen den Fahrer und schauen uns den Tempel von aussen an. Der Tempel wurde im Jahre 1939 gebaut und gilt als einer der grössten Hindu Tempel in Delhi. Wir sind beeindruckt von der interessanten Architektur und machen ein paar Bilder.

Anschliessend nach einer Flasche Wasser und einem Pack Chips, machen wir zu Fuss auf den Weg zum India Gate, welches ungefähr fünf Kilometer weit entfernt ist. Unterwegs kommen wir an der Kathedrale Sacred Heart vorbei, die erste Kirche die wir betreten, seit der Türkei. Leider kann ich nirgends Kerzen entdecken, sonst hätte ich wie immer, eine für meine Grosseltern angezündet.

Draussen werden wir von Bettlern belagert die sehr hartnäckig sind. Wir versuchen so gut es geht, sie zu ignorieren, während wir weitergehen.

Unterwegs zum India Gate sehen wir einen Affen auf einem Zaun sitzen und müssen ihn unbedingt fotografieren. Er hält perfekt still doch kaum ist das Foto gemacht, fängt er an, Tobi anzufauchen. Der faucht zurück und der Affe wird stinksauer und droht, uns anzugreifen. Also lassen wir ihn in Ruhe.  😀

Bald kommen wir beim India Gate an und Massen von Touristen umgeben uns. Wir, die schon länger keine Touristen mehr zu Gesicht bekommen haben, stellen fest, dass wir diese auch nicht vermisst haben. Frauen die Schmuck verkaufen, belagern uns und sind schon wieder so hartnäckig. Sie halten uns am Arm fest, stellen sich uns in den Weg und versuchen alles, um uns ihre Ware zu verkaufen. Aber damit sind sie nicht die einzigen. Hier werden den Leuten Dinge angedreht, die wirklich kein Mensch brauchen kann. Von einem Gummiteil das quiekt und dabei aussieht wie eine gehäutete Ratte, zu knallgelben Popcorns, irgendwelchem Plastikzeug, usw. drehen sie einem alles an.

Das India Gate, immerhin ein toller Anblick. Es ist an die zweiundvierzig Meter hoch und wurde im Jahre 1921 gebaut. Der Architekt liess sich dabei vom Arc de Triomphe in Paris inspirieren. Eingraviert sind die Namen von 90.000 indischen und britischen Kriegstoten des Ersten Weltkriegs, außerdem die Namen von 3.000 Soldaten, die an der Nordwestgrenze und 1919 im Krieg in Afghanistan starben. Auch die Toten im Bangladesch-Krieg im Jahre 1971 werden durch das Denkmal unter dem India Gate geehrt.

Nach dem India Gate fahren wir mit dem Tuc Tuc runter zum drei Kilometer entfernten Regierungsgebäude und geniessen den Ausblick auf den grossen grünen Park, wo sich kleine süsse Streifenhörnchen tummeln.

Wir fahren mit dem neuen Tuc Tuc Fahrer zum Akshardham Tempel der etwa sieben Kilometer weit entfernt, am Stadtrand von Delhi liegt. Dort angekommen, vereinbaren wir mit ihm, uns in eineinhalb Stunden wieder zu treffen.

Die Eingangskontrollen sind sehr streng und wir müssen alles abgeben, was wir haben. Der Junge hinter dem Tresen staunte nicht schlecht, als wir unsere Sackmesser, Pfeffersprays, usw. auf den Tresen legen. Man kann ja schliesslich nie genug sicher sein.

Der Akshardham Tempel ist eines der beeindruckendsten Gebäude, die ich je gesehen habe. Die filigranen Arbeiten aus einem rosaroten Stein, den man aus Rajasthan hergebracht hat, um diesen Tempel zu bauen sind wunderschön gearbeitet. Die Elefanten, die sich vor der hinduistischen Gottheit verneigen, die grossen Brunnen, usw. Einfach unglaublich. Leider dürfen wir keine Bilder machen und es zu beschrieben reicht nicht annähernd.

Man muss es einfach mit eigenen Augen gesehen haben.

Immerhin können wir von aussen noch ein Foto machen und hoffen, dass wir euch somit einen Eindruck geben können.

Nach dem Tempel wartet unser Fahrer schon auf uns und wir fahren zurück ins Hotel wo wir duschen und etwas zu Abend essen. Für den Blog bin ich zu kaputt, ich werde ihn am nächsten Morgen nachholen.

Nach dem Abendessen klären wir noch ein paar Dinge für den Verlauf unserer Reise ab und gehen anschliessend müde ins Bett.

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