08.07.2017. Wir lassen Teheran hinter uns

Wir nahmen uns heute Morgen mal die Zeit, um ein bisschen auszuschlafen. Das Zimmer war herrlich kühl und ruhig und als wir aufstanden, wussten wir schon jetzt, dass wir die Klimaanlage vermissen werden. Wir zogen uns an und gingen hinunter in den Frühstückssaal um zu frühstücken. Thomas und Simon, die beiden Schweizer die wir vor zwei Tagen hier im Hotel kennengelernt hatten, sassen schon an einem Tisch und wir setzten uns zu ihnen. Wir plauderten über unsere Reise und über ihre ersten Eindrücke hier im Iran, als ihre Kollegen auch in den Frühstückssaal kamen, die am Vorabend angekommen waren.

Nachdem alle ein bisschen durcheinandergeplaudert hatten, gingen wir zurück auf unser Zimmer, um unsere Sachen zusammenzupacken und in unseren Göppi zu räumen.

Ich packte schon mal die beiden vollen Kleidertaschen und ging runter zum Auto um die Kleider einzuräumen, als ich schon wieder für Fotos hinhalten musste und den Mädels von der Hotelrezeption, unser Ausbaukonzept erklärte. Sie waren total aufgeregt, machten Videos und freuten sich darüber, reinklettern zu dürfen und alles in Augenschein zu nehmen.

Als wir alles eingeräumt hatten, verabschiedeten wir uns von der coolen Schweizer Truppe und gingen auschecken. Wir wurden von den Ladies mit Armbändern beschenkt, sowie mit Wasserflaschen, kleinen Cupcakes, Butter, Honig, Tee und irgendeiner typischen iranischen Süssspeise versorgt. So unglaublich liebevoll und herzlich, man kann es fast nicht glauben.

Wir können dieses Hotel allgemein wärmstens weiterempfehlen. Das Personal ist total aufgeschlossen und der Service sowie die Dienstleistungen sind absolut top. Auch die Lage ist absolut perfekt, wenn man Teheran besuchen will. Name: Hotel Markazi Iran.

Wir stiegen ins Auto und fuhren los Richtung Bazaar wo wir noch ein paar Sachen einkaufen wollten, doch der Verkehr war so dicht und um den Bazaar herum alles so abgeriegelt, dass wir es am Ende doch sein liessen. Glücklicherweise fanden wir an einer anderen Ecke das, was wir brauchten und kauften noch einen Sack mit frischen Aprikosen für die lange Fahrt. Es dauerte ganze zwei Stunden bis wir den Stadtverkehr von Teheran hinter uns lassen konnten. Wir fuhren auf der Autobahn in Richtung Esfahan, wo die Wüste begann und der Wind uns heiss und trocken entgegenschlug. Wir hatten gute zweiundvierzig Grad und tranken Wasser, wie Kühe. Damit es immer schön kühl blieb, füllten wir unsere Chromstahl -und Plastikflaschen immer wieder frisch auf und stellten sie in den Kühlschrank.

Sonst wären sie innert kürzester Zeit verdammt heiss geworden.

Die Wüste hier im Iran ist wunderschön. Der Boden eher steinig mit viel eingetrockneter Erde, die Berge aber so farbig und bunt, wie ein Regenbogen. Der Kontrast zum hellblauen Himmel. unglaublich schön!

Wieder wurden wir von den meisten Autofahrern gegrüsst und bei der Maut, wurden wir ohne zu zahlen, einfach durchgewunken.

Gegen den späteren Nachmittag suchten wir uns zwischen den Bergen einen schönen Übernachtungsplatz und setzten uns in den Schatten unseres Fahrzeuges. Der Wind war so heiss, dass einem die Haut brannte und wir konnten es kaum erwarten, bis die Sonne unterging. Zum Abendessen gab es einfach nur Salat mit türkischem Käse und so eine komischen türkische Wurst, die uns nicht besonders schmeckte, aber essbar war.

Den Rest des Abends genossen wir einfach gemütlich in unseren Campingstühlen.

 

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