02.07.2017. Auf dem Weg zur iranischen Grenze

Die Sonne ging auf und tauchte die Berglandschaft um uns herum in ein sanftes Licht.

Der Wind war kühl, wirkte der starken Sonne aber sehr erfrischend entgegen.

Wir standen früh auf, weil wir noch eine grosse Strecke vor uns hatten.

In Ardahan gingen wir einkaufen und machten uns anschliessend auf den Weg zum Holy Water of God, einer alten Festung an der armenischen Grenze.

Die Fahrt dorthin war sehr lange und es war sehr heiss, aber wir kamen gut voran.

Die Gegend wurde jetzt immer trockener und von weitem konnte man riesige Berge ausmachen, die mit Schnee bedeckt waren. An die fünftausend Meter hoch und als Vulkan der einzige, wo sich dank des Wasserdampfes kleine Wolken bildeten.

Die Dörfer wurden immer ärmer, meistens waren es jetzt kleine Backsteinsiedlungen, wo kleine Familien wohnen die nicht mehr haben als ein paar Kühe, Hühner und Ziegen oder Schafe.

Vor der alten Festung verschenkten wir den Kindern unsere letzten Süssigkeiten und freuten uns über die strahlenden Gesichter.

Beim Holy Water of God angekommen, betrachteten wir die alte Kathedrale und Burgmauern die vor fünftausend Jahren errichtet wurden und grösstenteils von den Osmanen zerstört wurden.

Weiter unten auf dem Gelände gab es einen wunderschönen kleinen Canyon wo ein Bach hindurchfloss und man direkt auf die armenische Seite hinübersah.

Nach einer Stunde herumwandern gingen wir zurück zu unserem Auto und fuhren an der armenischen Grenze entlang, Richtung Iran. Überall sahen wir die grossen Militärfahrzeuge und verschiedene Stützpunkte, wo strengstens überwacht wurden.

Gegen den Abend fanden wir dann einen Platz zum Übernachten, auf einem kleinen Feld im Schutz der Bäume.

Dort duschten wir mit unserem Wasserkanister, kochten uns etwas zu Abend und gingen früh schlafen.

Morgen wird ein langer Tag.

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