29.06.2017, Der Küste nach

Die Jugendlichen in Casambra hatten in der späten Nacht noch nicht genug vom Bayran und mussten ihre unglaublich krassen Autos mit ihren noch unglaublich krasseren Musikboxen zur Schau stellen. Dementsprechend war ich wieder einmal froh darüber, Wachsohrenstöpsel dabei zu haben, die ich mir in die Ohren stopfte, um schlafen zu können.

Tobi blieb währenddessen wachsam, falls einer der Jungs noch das Gefühl hatte, er müsse uns noch einen Besuch abstatten, wenn er sich genug Mut angetrunken hatte. Glücklicherweise blieb es aber was dies betrifft, ruhig.

Am nächsten Morgen war es zur frühen Stunde schon sehr heiss und nach unserem täglichen Jogurt, brachen wir auf, um nach Ordu zu fahren.

Zuerst mussten wir unbedingt unser Fahrzeug tanken, also hielten wir an einer der günstigen Tankstellen an, wo wir für ungefähr einen Franken und sechs Rappen pro Liter, tanken konnten.

An der Tankstelle wurden wir vom Tankwart zugleich auf einen türkischen Tee und frischen Orangensaft eingeladen und wir plauderten ausgelassen mit ihm und seinem Kumpel, bevor wir uns mit einem vollen Tank wieder auf den Weg machten.

Wir fuhren alles an der Küste entlang, vorbei an wunderschönen Buchten, dicht bewaldeten Bergen und kleine Ortschaften.

In einer der Ortschaften machten wir Halt um in einer Bäckerei Brot, sowie in einem kleinen Gemüsemarkt frische Tomaten, Gurken und Kirschen zu kaufen.

Auch füllten wir unsere Wasservorräte wieder auf, mit frischem Quellwasser, das herrlich kalt und erfrischend war.

Die Aussicht auf das Meer war unglaublich und hunderte von Möwen hockten auf den Felsen, um sich gegenseitig anzuschnauzen, was wir total witzig fanden.

In Ordu angekommen, parkten wir auf einem überwachten Parkplatz und assen in einem schönen Restaurant, Fladenbrot mit türkischem Käse, Petersilie, frischen Karotten, Salat und Zwiebeln. Es war sehr fein. Selbstverständlich gab’s danach noch türkischen Tee, der aufs Haus ging.

Nach dem Essen spazierten wir gemütlich durch das kleine idyllische Städtchen Ordu, das direkt am Meer lag und genossen die friedliche Stimmung, die uns umgab.

Es waren viele Menschen unterwegs, meistens Familien mit ihren Kindern.

Gegen den späten Nachmittag fuhren wir wieder weiter und liessen Ordu hinter uns.

Es wurde schon bald Zeit, einen Platz für die Nacht zu suchen und es war wieder relativ schwierig, weil es nirgends rechte Wege gab oder einfach nicht ersichtlich war, wohin sie einen führten.

An einem Fluss unweit eines Kieswerks wurden wir aber schliesslich doch noch fündig.

Die Sonne stand noch hoch am Himmel und ich stellte den grossen Wasserkanister in die Sonne, damit ich später noch duschen konnte.

Tobi hatte seine Dusche schon am frühen Morgen durchgezogen, jetzt war ich dran.

Zum Znacht gab’s dann einfach Beefsteaks mit Salat und das war’s auch schon wieder für den heutigen Tag.

Ach ja, das Geplärre des Muezzin-Tonbands geht einem nach einer gewissen Zeit, gehörig auf den Sender. 😀

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