27.06.2017. Sinop

Da wir in der unter Etage unseres Fahrzeuges geschlafen hatten, war die Nacht herrlich ruhig und angenehm. Das einzige Geräusch das man vernahm, war das ruhige und regelmässige Surren unseres kleinen Ventilators, der uns herrlich frische Luft bescherte.

Am Morgen dann mussten wir zuerst alles umräumen und wieder klar Schiff machen, bevor wir gemütlich frühstückten und den Campingplatz verliessen.

Wir wollten uns das Küstenstädtchen Sinop anschauen, doch zuerst mussten wir einkaufen gehen, der Kühlschrank war ziemlich leer.

Glücklicherweise fanden wir auf Anhieb einen Supermarkt und einen Werkzeugladen, denn wir brauchten noch ein, zwei kleine Dinge, um etwas an unserem Ausbau zu verbessern.

Nachdem wir alles in unseren Göppi geräumt hatten, fuhren wir zu einm Parkplatz wo wir unser Fahrzeug für fünf Türkische Lira, den ganzen Tag stehen lassen konnten.

Danach machten wir uns mit Kamera, Laptop und Wasser auf den Weg ins Zentrum wo wir zuerst ein kleines Café aufsuchten, um den Blog und die Bilder der letzten Tage hochzuladen.

Der frischgepresste Orangensaft den man uns brachte, schmeckte herrlich und brachte Erfrischung in die Hitze des Tages.

Nachdem wir den Blog hochgeladen hatten, flanierten wir am Meer entlang und uns fiel auf, das Sinop das absolute Urlaubsziel für die einheimischen Türken war. Alle kamen sie aus dem ganzen Land angereist und eilten mit der Familie umher, um sich möglichst viel anzuschauen.

Unterwegs ass Tobi noch etwas und wir machten ein paar Bilder, bevor wir uns am späten Nachmittag auf den Weg machten. Wir umrundeten mit dem Fahrzeug die Halbinsel Sinop und bestaunten die wunderschöne Landschaft auf der Rückseite, wo keine Menschenseele unterwegs war und man einen tollen Ausblick auf das Schwarze Meer hatten.

Leider sahen wir aber auch die Mülldeponie, die den ganzen Abfall einfach direkt ins Meer kippte, was wir mehr als schrecklich fanden. Und das natürlich hübsch auf der Seite, wo niemand vorbeifuhr und es sehen könnte. Ausser wir.

Danach fuhren wir los und verliessen Sinop.

An der Küste entlang Richtung Samsun machten wir uns auf den Weg, um einen Schlafplatz zu suchen, den am Himmel waren graue Wolken aufgezogen. An einem schönen See wurden wir fündig und stellten unser Lager für die Nacht auf.

Wir mussten uns etwas beeilen, den es sah aus als würde es demnächst anfangen zu regnen.

Zum Znacht gab’s Tortillas mit Hackfleisch und Peperoni gefüllt, etwas das schnell ging und nicht viel Arbeit beim Abwaschen gab.

Danach zogen wir uns ins Auto zurück, weil es zu regnen anfing und hofften auf einen ruhigen Abend, der sich natürlich nicht einstellte. Irgendwann hörten wir plötzlich Schüsse, in der Nähe unseres Fahrzeugs. Bis spät in die Nacht ballerten die Türken mit einem Maschinengewehr herum, bestimmt über tausend Schüsse. Keine Ahnung wieso und weshalb. Irgendwann gegen den frühen Morgen kehrte dann endlich Ruhe ein und das einzige, das wir noch vernehmen konnten, war der Gesang einer einsamen Nachtigall, die tapfer durchhielt, bis zum Morgengrauen.

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