25.06.2017. Ankara

Die letzte Nacht war ziemlich kühl und wir froren in unseren Sommerschlafsäcken. Zum Glück aber, hatten wir hinter den Matratzen unsere Badetücher verstaut, die hervorragend als zweite Decke hingehalten hatten.

Als dann am Morgen die Sonne aufging, wärmte sich unser Fahrzeug schnell auf und bald war es zu heiss, um noch länger im Bett zu bleiben.

Zum Frühstück gab es Jogurt und Honigmelone und schon bald waren wir wieder unterwegs. Der Verkehr war dank des Sonntags ziemlich angenehm und wir kamen gut vorwärts.

Da Ankara auf etwa neunhundert Meter lag, führte uns unser Weg durch Berge, sowie prärieartigen Wiesenflächen und sanften Hügeln. Die Landschaft war sehr schön anzuschauen.

Als wir in Ankara ankamen, war es schon fast eine Herausforderung, einen Parkplatz zu finden, denn nirgends fand man einen Platz, wo man sein Auto hinstellen konnte. Schliesslich fanden wir einen Platz etwas abseits des Stadtzentrums, vor einem geschlossenen Geschäft, wo nebenan die Polizei ihr Lager aufgeschlagen hatte. Dies hatte zum Vorteil, dass bestimmt niemand in unser Fahrzeug einbrechen würde.

Wir stiegen aus und machten uns mit der Kamera und einer Flasche Wasser auf den Weg zum Stadtzentrum. Dort war trotz eines Sonntags, recht viel los. Viele junge Menschen waren unterwegs und ein paar Läden hatten sogar geöffnet. Der Ramadan war seit gestern vorbei und die Menge bewegte sich gut gelaunt durch die Fussgängerpassagen.

Wir schlossen uns ihnen an und flanierten durch die Strassen.

Zuerst musste ich natürlich unbedingt ein Ayran trinken, was in dem heissen Wetter herrlich schmeckte. Wir spazierten an diversen militärischen Einrichtungen sowie dem Parlament und am Polizeipräsidium vorbei, wo alles komplett abgesperrt und strengstens überwacht wurde. Das Fotografieren war strengstens untersagt und überall waren Wachen postiert mit Maschinengewehren. Die Strassen waren gesperrt und Krähenfüsse waren in ihnen versehen, damit man mit dem Fahrzeug nicht in die Nähe der Gebäude kamen. Die Zäune waren mit hohen Metallspitzen und Stacheldraht versehen und man spürte, dass eine unvorstellbare Feindlichkeit gegenüber Fremden, ausgestrahlt wurde. Ankara hat eigentlich auch nicht besonders viel zu bieten, ausser einem kleinen Stadtzentrum. Es lässt sich in keinem Fall, mit Istanbul vergleichen.

Als wir die Stadt nach ein paar Stunden wieder verliessen, stellten wir fest, dass überall neue Moscheen und Minarette gebaut wurden. Die hohen Türme waren von Weitem zu sehen und überall wurden neue gebaut. Die Moscheen standen Reihe an Reihe und man merkt schon, dass die Türkei im Wandel ist: Hochhäuser bis an den Horizont, Wohnanlagen mit künstlichen Parks und künstlichen Bächen, komplett neue Autobahnen, ein topmoderner Flughafen mit strengstem Wachposten, usw. Es war schon ziemlich beeindruckend.

Als wir Ankara verliessen, wollten wir zuerst eigentlich Richtung Süden fahren aber da das Land riesig ist und wir nur noch etwa zehn Tage hier haben, entschieden wir uns dafür, Richtung Norden ans Schwarze Meer zu fahren. Wir fuhren durch Täler, deren Gestein mit verschiedenfarbigen Pigmenten versehen waren und kleine Bäche flossen. Auf einem Hügel fernab der Hauptstrasse fanden wir dann einen Platz zum Übernachten. Die Aussicht war wunderschön, vor allem der Sonnenuntergang war unglaublich.

Hier verbrachten wir einen gemütlichen Abend, mit einem herrlichen Glas Wein, umgeben von zirpenden Grillen und dem Zwitschern der Vögel.

Wunderschöne Natur!

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