22.06.2017. Istanbul Tag 5

Unser Tag begann damit, dass wir eine Meldung der DHL erhielten die uns mitteilte, dass wir unser Paket heute erhalten würden. Froh darüber, dass endlich alles geklappt hatte, gingen wir zuerst frühstücken. Nach Rührei und Cornflakes zogen wir uns auf unser Zimmer zurück, weil nicht klar war, wann unser Paket mit dem iPad darin, geliefert würde. So blieb uns nichts anderes übrig als im Zimmer zu hocken und zu warten. Wir vertrieben uns wie auch schon am Vortag die Zeit damit, zu lesen und zu schreiben, Bilder zu studieren und so weiter. Was man halt so tut, wenn man warten muss.

Als um vier Uhr am Nachmittag endlich der Kurier auftauchte, waren wir sehr froh darüber. Die Decke fiel uns nämlich schon fast auf den Kopf.

Wir nahmen unser Paket entgegen und brachten es ins Zimmer, duschten und verliessen unser Hotel um den letzten Tag noch ausserhalb der vier Wände zu geniessen.

Wir wollten mit dem Taxi zum Taksim Platz hochfahren um dort ein bisschen durch die Mall zu schlendern. Wir stiegen also in eines ein, kamen aber nicht weit, da noch zwei weitere Personen zu uns einstiegen. Nach etwa zehn Meter Fahrt wurde, wurde unser Fahrer auch noch von der Polizei rausgenommen. Er musste rechts ranfahren und aussteigen. Während wir warteten, stiegen die beiden anderen wieder aus und nahmen ein anderes Taxi. Wir im Gegenzug blieben sitzen, wir hatten ja schliesslich Zeit.

Nach etwa fünf Minuten kehrte unser Taxifahrer zu uns zurück mit einer Busse von fünfundneunzig Lira. Weshalb er die Busse bekommen hatte, war uns schleierhaft. Den Grund dafür werden wir aber wohl nie erfahren.

Am Taksim Platz angekommen, herrschte Hochbetrieb. Viele Menschen waren unterwegs um einzukaufen oder wie wir, einfach wie wir, einfach ein bisschen herumzuschlendern und die Stimmung zu geniessen. Wir flanierten durch die Mall, wo erstaunlicherweise die Polizeipräsenz viel höher war, als beim letzten Mal. Sogar bei Einkaufszentren wurde streng kontrolliert, die Handtasche musste durch ein Röntgengerät hindurch. Das Pfefferspray haben sie aber trotzdem nicht gefunden 😀

Weiter unten in der Mall fanden wir auf der linken Seite eine alte Kirche. Eine der wenigen, die noch nicht geschlossen wurden. Wir gingen hinein und ich zündete die vermutlich letzte Kerze für meine Grosseltern an, denn ich bin mir nicht sicher, ob wir im Iran oder in Pakistan nochmals eine Kirche finden werden. Bis jetzt hatte ich in jedem Land und in jeder Kirche die ich fand, eine Kerze für sie angezündet.

Wir betrachteten die alte Kirche, in der sich nur sehr wenige Leute aufhielten und verliessen sie dann wieder.

In einem der zahlreichen Pubs assen wir zu Abend, tranken ein Bier und machten uns auf den Rückweg zu unserem Hotel. Unterwegs kauften wir noch Baklava und setzten uns damit bei der Blauen Moschee, auf eine Parkbank. Wieder waren zahlreiche Leute unterwegs und Kinder rannten übermütig herum. Die späte Abendstunde brachte fröhliche Stimmung auf.

Istanbul ist eine tolle Stadt, in der es viel zu sehen und zu erleben gibt.

Es lohnt sich, diese Stadt einmal zu besuchen.

Was uns negativ auffiel war, dass wir noch nie so viele junge Frauen mit einer gebrochenen Nase gesehen hatten, wie hier. Man muss kein Genie sein um herauszufinden, weshalb es so ist. Schade! Ich als Frau finde es furchtbar und daneben! Dies bezieht sich natürlich nicht nur auf Istanbul.

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