15.06.2017. Burgas, Sozopol und das Schwarze Meer

Das laute Quaken der Frösche hatte uns die ganze Nacht mehr oder weniger wachgehalten, daher war es kein Wunder, dass wir um halb sieben schon auf den Beinen waren.

Die Matratzen und unsere Schlafsäcke waren feucht und Nebel hing in der Luft. Also räumten wir unsere Schlafsäcke nach unten, damit die Matratzen während der Fahrt trocknen konnten und machten uns auf den Weg nach Burgas, welches direkt am Schwarzen Meer liegt. Auf dem Weg nach Burgas mussten wir aber dringend noch tanken und dabei den Zusatztank füllen, weil der Diesel in Bulgarien um vieles günstiger ist, als in der Türkei. Also fuhren wir in einem Vorort von Burgas zu einer Tankstelle und tankten für ca. einen Franken und drei Rappen. Rund einhundertundfünfundsiebzig Liter brachten wir in unseren Zusatztank und nochmals etwa fünfzig Liter in unsren normalen Tank. An der Kasse gabs dann zum Glück noch einen Gratiskaffee und ein Gipfeli, welches bestimmt schon drei Tage alt war.

Als wir mit allem fertig waren, fuhren wir mitten ins Stadtzentrum von Burgas und parkierten unseren Cool running’s für zwei bulgarische Lev, auf einem Parkplatz, mitten auf der Strasse.

Wir flanierten durch die Fussgängerzonen wo es um die frühe Uhrzeit kaum Leute hatte und gingen zur Bank, um bulgarische Lev’s in US Dollar zu wechseln, welche für den Iran sehr wichtig waren, da es dort kaum möglich ist, Bargeld abzuheben. Gleichzeitig nutzten wir noch die Wechselstube um bulgarische Lev’s in türkische Lira zu wechseln, da dies ja unser nächstes Ziel ist. Burgas ist eine kleine und gemütliche Stadt mit viel Grün, diversen Geschäften und Restaurants und freundlichen Leuten.

Wir nutzten die Zeit um ein bisschen durch die Gassen zu schlendern und die Läden zu besuchen, um mir am Ende noch ein Paar Ohrringe zu kaufen.

Wir verliessen Burgas gegen elf Uhr und fuhren nach Sozopol, der altgriechischen Hafenstadt, die jetzt zu Bulgarien gehörte. Während der Fahrt betrachteten wir das Glitzern des türkisblauen Wassers, des Schwarzen Meeres. Wunderschön!

In Sozopol angekommen, fanden wir einen guten Parkplatz und machten uns auf, um das kleine idyllische Städtchen zu besuchen. Sozopol ist eigentlich sehr schön aber leider total überlaufen von den Touristen. Alles, die Restaurants, die Geschäfte, ja sogar die Häuser wirkten total gekünstelt und irgendwie unecht, obwohl es wirklich so war.

An einer Gasse die direkt am Meer entlangführte, hielt ich wie immer Ausschau nach Delfinen und Walen und tatsächlich tauchte eine kleine Gruppe von Schweinswalen auf. Begeistert griff ich nach meinem Fernglas und beobachtete sie, wie sie in eine Bucht schwammen um dort zu jagen. Ein toller Anblick und für mich persönlich, das Highlight des Tages. In einem herzigen Restaurant gingen wir eins trinken, nutzten das Wifi um uns bei unseren Familien zu melden und genossen das gemütliche Treiben der Leute.

Als wir Sozopol am Nachmittag verliessen, fuhren wir in Richtung der türkischen Grenze um dort in der Nähe zu übernachten, sodass wir Morgen so früh wie möglich über die Grenze fahren konnten. In einem schönen Nationalpark spülten wir unsere Wasserkanister aus und füllten sie mit frischem Wasser, für die nächsten Tage.

Danach fanden wir einen wunderschönen Schlafplatz umgeben von Wiesen und Wäldern, wo Pferde grasten und die Grillen zirpten. Natur pur!

Wir hingen unseren Duschkanister an einen Baum und duschten mit dem kalten Wasser, kochten Spaghetti Bolognese tranken Wein und genossen einen schönen und entspannten Abend.

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