12.06.2017. Klappdach flicken und Wandern in den bulgarischen Bergen

Die letzte Nacht war kühl aber ruhig und am Morgen standen wir zeitig auf, um in die nächste Garage zu fahren. Zum Glück hatte es Nacht’s nicht geregnet und das Klappdach hatte über Nacht ein wenig trocknen können.

In Karlovo wurden wir schnell fündig und die Garage war absolut super eingerichtet. Den Kitt und die Kittpistole hatten wir ja selbst dabei, aber das Ausbohren der Nieten und die neuen Nieten mussten wir von ihnen ausleihen. Der Mechaniker war uns bei der ganzen Arbeit behilflich und nach ungefähr eineinhalb Stunden, waren wir fertig mit allem. Wir hatten die Vermutung, dass der Eingang der Kabel, die von den Solarpanels in das Klappdach gehen, nicht richtig abgedichtet waren da es auf der Innenseite genau auf diesen Stellen Wasser gehabt hatte.

Nun haben wir dort den alten Kitt rausgeschnitten und neu abgedichtet. Hoffentlich war es wirklich nur das und nichts Schlimmeres, beim nächsten Regen, werden wir es sehen.

Leider verlor ich bei der Abfahrt von der Garage mein Sackmesser, weil ich es hinten draufgelegt hatte und vergass, es wieder einzupacken. Auch wenn wir zurückfuhren und nach dem Sackmesser suchten, blieb es verschwunden. Das stimmte mich sehr traurig, aber Dummheit wird halt nicht belohnt.

Da wir früher als gedacht in der Garage fertig waren, fuhren wir zurück zur Talstation von Sopot und machten uns mit Rucksack und Wanderschuhen auf den Weg, zum Sessellift. Für ca. dreiundzwanzig Franken lösten wir ein Ticket rauf und wieder runter und setzten uns in einen der Liftbänke. Mit viel Schwung ging es nach oben und etwa zwanzig Minuten später, wurden wir von den beiden Herren aus der Sesselbank gerissen, da der Lift mit solch einer Geschwindigkeit fuhr, dass man beim Absprung sofort auf die Seite springen musste. War echt witzig!

Unterwegs hörten wir das ständige Knallen der Geschosse und das Brummen der Kampfjets von der grossen Nato-Übung, die zur Provokation gegen Russland diente, welches nicht mehr weit von uns entfernt ist.

Oben kamen wir mit einem Österreicher ins Gespräch, der mit einer Gruppe von Leuten unterwegs war, die mit dem Gleitschirm vom Berg hinuntergingen. Er gab uns eine Karte für den Fall, dass wir das auch mal versuchen wollten und wir bedankten uns bei ihm. Es ist schön, immer wieder tolle neue Leute zu treffen und ein gutes und interessantes Gespräch mit ihnen zu führen.

Danach setzten wir uns mit unseren Rucksäcken in Bewegung und wanderten den Berg hoch, wo wir eine grandiose Aussicht hatten. Der Weg führte uns durch einen wunderschönen Wald wo es nach Tannenbäumen und frischer Erde roch, leider bekamen wir wieder keinen Wolf oder Bären zu Gesicht. Schade, aber wir geben nicht auf! Die Sonne und die Wolken wechselten sich regelmässig ab. Aber es regnete nicht ein einziges Mal. Perfektes Wanderwetter!

Nach etwa dreieinhalb Stunden und ungefähr zwölf Kilometer Fussmarsch, kamen wir wieder beim Sessellift an und fuhren hinunter. Das Einsteigen war ebenfalls sehr kriminell, weil es einen vom Schwung fast wieder aus dem Sessel haute, wenn man sich hingesetzt hatte.

Während der Fahrt nach unten genossen wir die wunderbare Aussicht, liessen die Füsse baumeln und plauderten. Unten angekommen, wieder der super Sprung aus dem Sessel und wir hatten wieder festen Boden unter den Füssen.

Danach gingen wir zurück zu unserem Auto, zogen die Schuhe aus und unterhielten uns mit einem der Gleitschirmlehrer wegen dem Paragliding. Wir werden heute oder Morgen Bescheid bekommen, je nach Wetter.

Wir setzten uns in die Beiz, tranken etwas, schauten uns die Fotos an und genossen einen entspannten Abend.

2 Kommentare zu „12.06.2017. Klappdach flicken und Wandern in den bulgarischen Bergen

  1. Baumann Walter 17. Juni 2017 — 11:43

    Sehr interessante Berichte.👍Gefällt mir sehr gut weiter so😀Ich wünsche euch beiden eine gute Weiterreise
    LG Walti

    1. Danke viilmal Walti 🙂

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