04. + 05.06.2017. Akti Retzika

Die Nachtigall sang die ganze Nacht, zwitscherte vor sich hin und versuchte damit, ein Weibchen anzulocken. Scheinbar erfolglos, denn in den frühen Morgenstunden, zwitscherte sie immer noch munter weiter. Ein Gewitter hatte am Vorabend die gemütliche Runde mit unseren bayerischen Nachbarn beendet und unserer Wäsche wurde dank des Wolkenbruchs, ein zweites Mal gewaschen.

Als der Morgen dann anbrach, hing sie dementsprechend tropfnass an der Wäscheleine. Wir liessen sie gleich dort hängen, denn viel Anderes blieb uns auch nicht übrig. Nach dem Frühstück, reinigten wir unseren Kühlschrank, da der irgendwie etwas streng roch. Danach räumten wir unseren Göppi auf und machten klar Schiff. Sonst taten wir den ganzen Tag eigentlich nicht wirklich viel, ausser mit den umliegenden Nachbarn zu plaudern, zu lesen und den Tag zu geniessen. Irgendwann donnerte es wieder und wir stellten unser Heckzelt auf für den Fall, dass es nochmals zu regnen anfing. Es tropfte auch mal kurz aber das Wetter hielt. Glücklicherweise hatte unsere Wäsche wunderbar getrocknet und wir konnten sie zusammenlegen und versorgen.

Gegen den Abend fing ich an zu kochen und nach einem feinen Znacht, setzten wir uns zu Monika und Harry rüber und plauderten den ganzen Abend, über Gott und die Welt. Es war sehr gemütlich.
Da nebenan eine Hochzeit stattfand, war die Musik entsprechend laut, trotzdem konnten wir wunderbar schlafen.
Auch in dieser Nacht, sang die Nachtigall fleissig ihre Strophen und als es dämmerte, war sie immer noch einsam und sang weiter ihr Lied.

Wir dagegen standen gemeinsam auf und gingen an den Strand. Es war noch keine Menschenseele zu sehen und während Tobi es sich auf einem Liegenstuhl gemütlich machte, ging ich ins Wasser um ein paar Längen zu schwimmen. Es war herrlich kühl und die Sonne glitzerte und funkelte auf dem Wasser. Als ich wieder aus dem Wasser kam, fühlte ich mich erfrischt und gut. Ich hüpfte unter die Dusche und Tobi ging an die Rezeption, um ein Brot zu kaufen. Danach setzten wir uns an unseren Campingtisch und frühstückten erstmal gemütlich. Danach wuschen wir unser Geschirr ab, hingen die Schlafsäcke raus in die Sonne und öffneten alle Türen und Fenster, um zu lüften, da die letzte Nacht sehr feucht gewesen war.

Später trafen wir uns mit unserem finnischen Nachbarn auf der anderen Seite unseres Fahrzeuges, der uns auf einen Café Frappé einlud und uns seine Campingsauna zeigte. Echt cool, den sowas hatten wir noch nie gesehen. Von aussen sah es eher aus wie eine bedeckte Küche, aber drinnen entdeckte man zwei Holzbänke und Steine, sowie eine Schüssel mit einem Schöpflöffel für das Wasser. Beheizt wurde sie mit Gas. Wirklich total cool!

Der Finne mit Namen Jari, lebte schon seit sieben oder acht Jahren hier in Griechenland und seine Frau machte das beste Frappé aller Zeiten!
Er hatte uns am Vortag ein Geschäft empfohlen, dass eventuell die Gasflaschenadapterstücke haben könnte, die wir schon so lange suchten und hatte heute Morgen extra angerufen um nachzuschauen, ob er geöffnet hatte. Total nett! Leider hatte er geschlossen. Wir gehen da morgen hin.
Wir blieben noch lange bei ihnen sitzen, unterhielten uns und erfuhren einiges über die wirtschaftliche Lage Griechenlands sowie andere interessante Dinge.
Später zeigten wir ihnen noch das Interieur unseres Cool running’s und sie waren total begeistert.

Am Nachmitteg chillten Tobi und ich noch ein wenig und es wurde schon bald wieder Abend.
Als ich gerade zu kochen anfing, wollte Jari uns noch in seine Sauna einladen. Leider konnten wir das Angebot aber nicht annehmen, da ich nicht vom Herd wegkonnte und Tobi am Duschen war.

Monika und Harry kamen gegen den Abend zurück von ihrem Ausflug nach Thessaloniki und nach dem Abendessen, verabredeten wir uns noch mit den beiden auf ein Glas Wein und ein Bier.

So verging unsere Zeit auf dem Camping Akti Retzika wie im Fluge und morgen werden wir dann weiterziehen.

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