31.05.2017. Inselleben

Der Morgen graute und mit ihm begann ein neuer Tag für uns. Wir standen auf, räumten unser Zeug zusammen und fuhren los.

Unser Weg führte uns durch eine wunderschöne Bergwelt, auf einer Strasse, wo man kein einziger Tourist antreffen würde. Die Berge waren hoch und steil, ihre schroffen Felsen prägten die Landschaft. Wir fuhren vorbei an Ziegenherden, hielten bei einer Quelle an und füllten unsere Wasservorräte auf. An einer Wegkreuzung stellten wir dann fest, dass wir überhaupt nicht auf der Strasse waren, die vorgehabt hätten, sondern irgendwo auf der komplett anderen Seite der Halbinsel. Wir schauten das GPS an und entschieden uns dafür, weiterzufahren. Der Weg führte uns auf eine Schotterpiste, welche uns am Fusse der Berge entlangführte. Eine unglaublich schöne und beeindruckende Strecke mit einem atemberaubenden Blick auf wunderschöne, blaue Buchten und das Meer. Neben dem Weg ging es steil bergab und die Strasse war schmal. Fahrspass garantiert!

In einer der Buchten weiter unten hielten wir an und machten eine Pause. Zum Frühstück gab es Oliven, Feta, Oliventapenade, Brot und Aufschnitt, sowie Saft. Die Sonne strahlte und am Himmel war keine einzige Wolke zu sehen. Wir genossen das herrliche Wetter und das Rauschen der Wellen.

Nach dem Essen verweilten wir noch ein bisschen, eher wir unseren Weg fortsetzten. Wir mussten auf die andere Seite der Insel gelangen um von dort aus die Fähre aufs Festland erreichen zu können. Also fuhren wir auf der Hauptstrasse quer durchs Land, sahen Felder und Wiesen, kleine Bäche und Wälder. Die Dörfer bestanden aus chaotisch zusammengewürfelten Häusern und einem kleinen Supermarkt, sowie Tankstellen, die schon sehr lange nicht mehr in Betrieb waren.

Auf der anderen Seite der Insel fuhren wir wieder am Meer entlang und entschieden uns spontan, noch einen Tag länger auf der Halbinsel zu bleiben. Also machten wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Oberhalb des Dorfes wo die Fähre fuhr, wurden wir schliesslich fündig.

Wir hatten einen ganzen Strand nur für uns alleine. Wir stellten unser Fahrzeug so hin, dass wir durch die Längsseite abgeschirmt waren und unter der Sonnenstore, einen uneingeschränkten Blick auf das Meer hinaus geniessen konnten.

Den Rest des Tages verbrachten wir chillen und lesen. Dabei beobachteten wir die grossen Frachtschiffe und Fähren, die an uns vorbeifuhren.

Als es Abend wurde, frischte der Wind auf und ich musste im Auto kochen, weil es draussen absolut unmöglich war. Also assen wir im Auto und als der Wind später ein wenig nachliess, duschten wir mit unserem Kanister, welchen wir den ganzen Tag an einem windgeschützten Platz, in die Sonne gestellt hatten. Das Wasser war herrlich warm!

Danach setzten wir uns aufs Autodach und tranken ein Bier, während wir den Sonnenuntergang betrachteten.

Die Frösche hinter uns, stimmten ein Konzert an, welchen uns die ganze Nacht begleitete.

Auch oben im Bett, hatten wir einen grossartigen Blick aufs Meer und das Rauschen der Wellen hatte so eine entspannende Wirkung, das wir sofort einschliefen.

Kommentar verfassen