20.05.2017, Kulturtag in Olympia

Der Morgen brach an und keine Wolke war am Himmel zu sehen. Bis auf das Zirpen der Grillen, war alles herrlich ruhig, nur eine leichte Brise brachte das Schilf und die Olivenbäume rings um uns herum, in Bewegung. Die letzte Nacht hatten wir in der unteren Etage unseres Fahrzeugs verbracht, weil es am Vorabend so aussah, als würde noch eine Regenfront auf uns zukommen. Glücklicherweise blieb es aber ruhig.

Heute wollten wir uns auf den Weg nach Olympia machen, also räumten wir unsere Sachen zusammen, assen zum Frühstück eine Orange von Gregory und machten uns anschliessend auf den Weg.

Nach wenigen Kilometern hatten wir Olympia auch schon erreicht, parkierten unseren Göppi und füllten unseren Rucksack mit den wichtigsten Sachen.

Zuerst gingen wir in das erste Museum, wo wir sehr viel über die Entstehungsgeschichte der olympischen Spiele erfuhren. In welchem Jahrhundert die Spiele anfingen, was für Disziplinen dazugehörten, welche wieder verboten wurden, warum sie nur alle vier Jahre ausgetragen wurden, usw. Es war sehr interessant, kennt man die olympischen Spiele sonst ja nur aus dem TV, wo man alle vier Jahre mal reinzapt und dann das Gefühl hat, man sei plötzlich Experte auf dem Gebiet.

Im zweiten Museum wurden uns die verschiedenen Schätze der Ausgrabungen präsentiert, sowie verschiedene Statuetten von erfolgreichen Athleten und Geschenke, die zu jener Zeit gestiftet worden waren.

Natürlich wurden wir hier nicht verschont, was die Touristenmassen betrafen. Haufenweise fuhren sie mit dem Car heran und überrollten die archäologische Stätte. Die friedliche Morgenruhe konnte man daher vergessen. Zum Glück aber verteilten sie sich gut über die grosse Anlage und wir konnten in aller Ruhe das Freilichtmuseum betrachten wo man noch die Mauern und Säulen aus der damaligen Zeit bestaunen konnte. Viel war leider nicht mehr übrig, aber früher musste das einfach grossartig ausgesehen haben. Trotz all der Vorstellungskraft war es schwer nachvollziehbar, wie es in der altgriechischen Zeit zu und herging, wenn der Tag kam, wo die olympischen Spiele begannen. Bis zu fünfunddreissig-tausend Zuschauer hatten damals auf den jeweiligen Tribünen Platz. Auf dem weitläufigen Gelände wo früher die Wett und- Stabläufe abgehalten wurden, setzten wir uns auf einen Stein und betrachteten das leere Feld. Dabei sahen wir zu, wie die einen über das Feld rannten, hoch zum oberen Rand und wieder zurück.

Auch Tobi nahm den Weg in Anlauf und joggte hin und wieder zurück. Die Gesamtlänge betrug einhundertzweiundneunzig Meter und es war sehr heiss. Siehe Video.

Nachdem wir alle Ausgrabungsstätten und Museen besucht hatten, wurden wir langsam hungrig. Im kleinen Städtchen von Olympia, welches grundsätzlich nur aus Hotels, Restaurants und Souvenirshops bestand, assen wir in einem kleinen Restaurant einen griechischen Gyros und nutzten das Wifi, um ein paar wichtige Dinge im Internet zu erfahren.

Danach machten wir uns auf den Weg, um einen Schlafplatz für die Nacht zu suchen. Unterwegs kamen wir an einer Quelle vorbei, wo wir unsere Wasservorräte auffüllten und spontan noch unsere Haare wuschen. Mit von eiskaltem Wasser frisch gewaschenem Haar und aufgefülltem Wasservorrat, ging’s dann weiter.

Unten am einem Fluss, mitten auf einer Kiesbank, fanden wir unseren Platz für die Nacht.

Tobi machte ein kleines Feuer und brutzelte in der Gusseisenpfanne von mir marinierte Schweinssteaks, während ich ein Ratatouille vorbereitete, welches wir mit Reis zusammen zu den Steaks assen.

Ein gelungenes Abendessen an einem gelungenen Tag, was will man(n) und Frau mehr.  😀

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