16.05.2017. Regen, Regen und noch mehr Regen

Der Morgen graute und mit ihm, kündete sich schlechtes Wetter an. Als wir aufstanden, war der Himmel schon grau und trüb und wir beeilten uns damit, unsere Sachen zusammen zu räumen und uns abfahrbereit zu machen.

Als wir losfuhren, dauerte es auch nicht mehr lange und es begann zu regnen. Wir fuhren der Küste entlang Richtung Süden und der Regen begleitete uns auf unserem Weg.

Das Wetter war so mies, das nicht einmal die Schildkröten raus aus den Büschen kamen. Sehr zu meiner Erleichterung, sonst hätte ich wieder den ganzen Tag damit verbracht, ihnen hinterher zu rennen und sie vor den viel zu schnell fahrenden Autos zu retten.

Unterwegs kamen wir an einer alten römischen Festung vorbei, wo noch die Mauern zu sehen waren. Tobi stieg begeistert aus dem Auto um ein paar Fotos zu schiessen, während ich lieber im Trockenen wartete.

In einem kleinen Städtchen machten wir Halt um eine Burg zu besichtigen, die laut GPS dort war. Doch wir suchten vergebens, denn wir fanden keine Burg.

Also gingen wir zur nächsten Bank und wollten unseren restlichen albanischen Lek in Euro wechseln lassen, doch obwohl die beiden Ländern Nachbarn sind, ist das hier nicht möglich.

Wir verliessen die Bank wieder, holten beim Bäcker frisches Brot und kehrten zu unserem Auto zurück. Da es schon Nachmittag war, machten wir uns auf den Weg um einen Platz für die Nacht zu suchen, was sich heute jedoch als echte Herausforderung herausstellte. Nirgends gab es einen richtigen Weg um von der Strasse zu verschwinden und wenn es einen Weg gab, wurde er nach kurzer Zeit von einem Tor versperrt. Während wir nach einer geeigneten Möglichkeit suchten, fuhren wir an riesigen Schafherden vorbei.

In Griechenland gibt es kein einziges Stück gerade Strasse, sondern nur Kurven und so mussten wir manchmal ganz schön aufpassen, wenn sich hinter den Kurven plötzlich Tiere auf der Fahrbahn befanden.

Nach längerer Suche waren wir ein wenig ratlos, schliesslich waren wir schon wieder Stunden unterwegs. Frustrierend war auch, dass der Regen anhielt und kein Ende zu nehmen schien. Tobis’ Laune war am Nullpunkt während ich irgendwie versuchte, die Stimmung zu behalten. Nach einer weiteren Stunde erfolglosen Suchens, wurden wir in einem Naturschutzgebiet doch noch fündig. Da sich dahinter gleich eine Kiesgrube befand, fuhren hinter uns ständig irgendwelche Fahrzeuge vorbei.

Eines hielt an und ein Grieche stieg aus, kam zu uns und brachte uns vier frische Orangen und sechs Eier vorbei. Er war der Besitzer des Landes. Wir bedankten uns überrascht und er meinte, wir sollen am nächsten Morgen um sieben Uhr bei der Arbeitsbaracke vorne sein. Wir versprachen ihm, dort zu sein und wünschten ihm noch einen schönen Abend.

Das Abendessen kochten wir im Auto, denn draussen wäre es eine Zumutung gewesen und wir waren viel zu müde, um noch das Heckzelt aufzustellen.

Wir vertrieben uns die Zeit mit Bilder sortieren, Blog schreiben und lesen und warteten, bis der Regen vorbei war.

Am späteren Abend hauten wir uns aufs Ohr mit der Hoffnung, das am nächsten Morgen die Sonne wieder schien.

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