15.05.2017, Griechenland, Schildkröten retten und das erste Mal Schwimmen, im Meer

Da Griechenland eine Zeitverschiebung von einer Stunde hat, sind wir heute Morgen dementsprechend eine Stunde später aufgestanden. Leider hatten wir gar nichts mehr zu essen und so gab’s halt kein Frühstück für uns. Wir räumten unser Zeug zusammen und machten uns auf den Weg in den nächsten Ort, um einkaufen zu gehen. Als wir alles erledigt hatten fuhren wir auf kurvigen Bergstrassen in Richtung der Küste. Unterwegs sahen wir eine kleine Landschildkröte mitten auf der Strasse. Ich hielt an, sprang aus dem Wagen und rannte zu ihr, um sie sicher auf die andere Seite der Strasse zu bringen. Bei der nächsten Schildkröte die wir sahen, kam leider jede Hilfe zu spät. Sie wurde gerade überfahren und war bereits tot. Mir brach fast das Herz, als ich das arme Tier sah. Wir fuhren an ihr vorbei und bei jeder einzelnen Schildkröte, die auf der Strasse rumkrabbelte, hielt ich an, um sie auf die andere Strassenseite zu bringen. Und so, ging dass den ganzen Tag weiter. Dementsprechend brauchten wir auch ziemlich lange, bis wir an der Küste ankamen. Sogar mitten in einem Städtchen krabbelte eine kleine Schildkröte über die Strasse und die Autos kamen sehr schnell. Als ich aus dem Auto sprang um die Schildkröte zu retten, kam gerade ein Lieferwagen um die Ecke. Ich rannte vor ihm durch, auf die Strasse, packte die Schildkröte und rannte mit ihr auf die andere Seite. Dort setzte ich sie ins Laub und sie krabbelte zufrieden davon. Auch ich war zufrieden, denn vermutlich hatte ich ihr gerade das Leben gerettet.

Als wir am Meer der Küste entlangfuhren, besprachen wir, wie es für den heutigen Tag weiterging. Auf dem GPS sahen wir uns die Wege an und einigten uns darauf, zu einer kleinen Bucht zu fahren. Also verliessen wir bald die Hauptstrasse und folgten einer kleinen Nebenstrasse, die uns durch grünes Buschland führte. Kurz darauf fuhren wir eine kurze Schotterpiste hinunter und fanden ein wunderschönes Plätzchen, wo alte Olivenbäume standen und ein kleiner Weg zu einem menschenleeren Strand führte. Einfach traumhaft!

Wir waren begeistert und entschlossen uns, da auch gleich die Nacht zu verbringen. Wir nahmen unsere Campingstühle und Bücher mit und setzten uns damit an den Strand. Das Wasser war glasklar und die Wellen rauschten, die Sonne schien und wir waren mutterseelenallein da. Besser konnte es nicht sein.

Irgendwann kriegte ich Lust, schwimmen zu gehen und wagte mich in das noch ziemlich frische Wasser. Es war schon noch recht kalt und Tobi beäugte das Ganze am Anfang misstrauisch, ehe auch er sich dazugesellte. Unser erstes Bad im Meer. Es war herrlich!

Am Abend grillten wir am Strand und machten dazu einen griechischen Salat, tranken Bier und Wein und betrachteten den Sonnenuntergang.

Zwei streunende Hunde tauchten auf und bettelten bei uns um Futter. Leider hatten wir nichts, was wir ihnen hätten geben können. Mir tun sie immer so leid. Mager und vernachlässigt, sich ständig kratzend wegen den Flöhen und niemand der sich um sie kümmerte. Das macht mich traurig!

Irgendwann verschwanden die beiden wieder und ich setzte mich an den PC um Blog zu schreiben. Hunderte von Glühkäferchen flogen durch die dunkle Nacht und lieferten uns ein Spektakel, wie man es nirgends sonst zu sehen bekommt. Sie blinkten und leuchteten alle gleichzeitig, während sie um uns herumflogen. Ein toller Moment!

Und so ging auch dieser Tag zu Ende und wir fielen müde ins Bett.

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