03.05.2017, Sibenik und Lamm am Spiess

Die Sonne und das eifrige Gezwitscher eines Vogels, sowie das Bellen eines Hundes und das Blöken von Schafen, weckten uns in der frühen Morgenstunde. Wir standen auf, zogen uns an und liessen als erstes das Wasser aus unserem Trinkwasserkanister ab, da es so stark mit Chlor versetzt wurde, dass man das Gefühl hatte, man trinke direkt aus einem Swimmingpool. Somit war die erste Mission des Tages, neues Wasser aufzutreiben. Für das, fuhren wir in den Lidl, denn dort bekam man sieben Liter Wasser für umgerechnet einen Franken und etwa dreissig Rappen. Wir kauften 4 Kanister davon und füllten so unseren Trinkwasservorrat wieder auf.

Danach fuhren wir nach Sibenik, einer alten Stadt ebenfalls in Dalmatien. In Sibenik angekommen war es schon eine Challenge, die Parkuhr zu finden, weil die total versteckt lag. Nach einigem hin- und her, wurden wir dann fündig. Wir lösten das Parkticket und hinterlegten es in unserem Fahrzeug. Danach brachen wir mit Rucksack und Kamera auf um Sibenik zu besichtigen. Wir gingen am Hafen entlang und bewunderten die schönen Segelschiffe und eine grosse Privatjacht, welche ebenfalls vor Anker lag. Elegant und schnittig lag sie da, im ruhigen Gewässer der Hafenbucht. Durch ein Tor in der Altstadtmauer, betraten wir den Stadtkern von Sibenik. Als Mittelpunkt diente eine schöne und geschichtsträchtige Kathedrale, umgeben von uralten, kleinen und engen Gässchen. Die Treppen zu den Wohnungen waren zum Teil mit Blumen verziert, die kleinen Hinterhöfe idyllisch mit Tischen und Stühlen und kleinen Topfpflanzen eingerichtet. Auch auf Balkonen haben sich die Bewohner die Mühe gemacht, mit Blumen und Kletterpflanzen den Ort zu verschönern.

Viele Touristengruppen folgten auch hier wieder einem Reiseleiter der mit einem roten Schirm voraus lief. Glücklicherweise nicht immer in unsere Richtung. Unten an der Hafenpromenade reihte sich ein Restaurant an das andere und es wurden diverse Fischspezialitäten angeboten. Souvenirshops und Weine aus der Region, sowie Trüffelöl, Honig, usw. Wir setzten uns an der Promenade auf einen Bordstein und genossen die Sonne und das Treiben der Schiffe auf dem Meer. Das Wetter war wunderbar warm und der Wind hielt sich in Grenzen. So verweilten wir eine Zeit lang ehe wir zu unserm Göppi zurückgingen und Sibenik wieder verliessen. Das viele Laufen hatte uns hungrig gemacht und Tobi wollte schon lange mal ein Spanferkel essen, welche ständig auf der Strasse oder bei Restaurants angeboten wurden. Also machten wir uns auf die Suche nach einem Grill, leider schienen jedoch immer alle schon wieder leer zu sein. Kurz vor Split hatten wir eigentlich schon aufgegeben und die Küste verlassen um uns irgendwo im kroatischen Hinterland einen Schlafplatz zu suchen.

Auf dem Weg ins Hinterland aber, fuhren wir tatsächlich an einem Grill vorbei der noch nicht leer war. Tobi hielt sofort an und wir gingen ins Restaurant. Es war zwar leider kein Spanferkel aber immerhin ein Lamm, das am langen Spiess im Cheminée drehte. Wir bestellten eine Portion und bekamen eine riesige Platte mit ca. siebenhundertfünfzig Gramm Fleisch. Wir hauten rein und am Ende waren nur noch Knochen übrig. Es war sehr fein und wir waren zufrieden. Das Essen kostete umgerechnet ca. vierzig Franken, wir hatten aber auch noch Getränke und einen Salat dazu bestellt. Von dem her eigentlich ganz okay. Wir fuhren über den Hügel und fanden unten im Tal zwischen Büschen einen Platz zum Übernachten. Auf dem Plätzchen angekommen, machten wir die Tagesabrechnungen, schrieben Blog, sortierten Fotos aus und genossen einen gemütlichen Abend.

1 Kommentar zu „03.05.2017, Sibenik und Lamm am Spiess

  1. Jacky Floormiller 8. Mai 2017 — 16:24

    Hey Tobi, auch dir muss ich mal ein Kompliment machen, da du ja für die Fotos zuständig bist. Ganz tolle Bilder, die du da machst! Liebi Grüess Jacques

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