22.04.2017, Insel Krk, etwas Offroad und den Tag geniessen

Unsere Nacht war angenehm ruhig aber relativ kühl. Am Morgen wärmte jedoch die Sonne unser Klappdachzelt. Wir assen eine Kleinigkeit und machten uns auf den Weg zum Küstenstädtchen Baskar. Es war eine wunderbare Offroadstrecke über steinige Passagen, steile Hänge und einem tollen Ausblick auf die Berge und das Meer. Wir genossen die holprige Fahrt und den Anblick der rauen Natur, Kroatiens. Steine und Geröll, Büsche und kleine Wiesen, Schafe am Wegrand die nach ihren Lämmern riefen und keine Menschenseele, die unseren Weg kreuzten. So gefällt uns das!

Leider ging auch die schönste Piste irgendwann zu Ende und wir kamen an der Hauptstrasse wieder heraus. Wir nahmen Kurs auf Baskar und fuhren ins Zentrum dieser tollen kleinen Küstenstadt. Nachdem wir parkiert hatten, besuchten wir den kleinen Mark, wo uns feiner Käse, Olivenöl und andere Dinge angeboten wurden. Wir probierten hie und da, kauften jedoch nichts. Stattdessen verliessen wir den Markt wieder und gingen runter zum Meer. Wir setzten uns auf eine Mauer und blickten über das Wasser, während die Promenade sich hinter uns langsam mit Menschen füllte. Wir blieben eine Weile sitzen und beobachteten das Treiben, ehe wir aufstanden und auf der Promenade am Meer entlang schlenderten. Die Restaurants waren wie immer viel zu aufdringlich und jeder Kellner versuchte, der Konkurrenz die Gäste abzuschwatzen. Nervig! Dabei hatten wir gar nicht vor, uns irgendwo rein zu setzen und etwas zu essen. Am Ende der Promenade angekommen, kehrten wir um und spazierten wieder zurück, vorbei an den kleinen Häuschen, die im mediterranen Stil gebaut wurden. In einem dieser Häuschen entdeckten wir ein tolles kleines Restaurant mit einem sehr rustikalen Eingang. Wir setzten uns dort in die Sonne und tranken etwas. Es war das einzige Lokal, wo keine nervtötenden Kellner draussen standen und sich auf einen stürzten, wenn man vorbeilief.

Wir genossen die Sonne, unterhielten uns über dies und das und lachten über die Möwen, welche sich ständig stritten.

Später verliessen wir die Beiz und gingen einkaufen. Danach verliessen wir Baskar und fuhren Richtung KRK. Da es ziemlich bergauf ging auf der Strasse, kamen wir gerade so mit ca. fünfundzwanzig Km/h, hinauf. Hinter uns natürlich wie immer eine Schlange von Autos, ein öffentliches Verkehrshindernis. Glücklicherweise scheinen es die meisten mit Humor zu nehmen und somit liessen wir uns auch nicht stressen.

Im Städtchen Krk angekommen, schauten wir uns die alte Kirche und die Burgmauern an, spazierten durch die engen Gassen, beobachteten die Schiffe auf dem Meer und verstanden nicht, warum die einen Leute ganze Brotlaibe ins Meer warfen, den keine einzige Möwe schien Lust zu haben, sich damit zu befassen. Schlussendlich war es mit Öl, das auf dem Wasser trieb, vollgesogen und trieb hinaus aufs offene Meer. Dafür hatten wir null Verständnis.

Wir verliessen Krk frühzeitig, weil wir eigentlich noch unserer Wasservorräte auffüllen wollten. Die gingen nämlich langsam zu Neige. Wir fanden einen Wasserhahn, der kein Wasser führte, fragten einen älteren Herrn und der schüttelte bloss den Kopf und winkte ab. Zum Glück reicht uns das Wasser aber für heute noch und so liessen wir es gut sein und machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz.

Abseits der geteerten Wege wurden wir dann ziemlich schnell fündig. In einem kleinen Wäldchen unter dem Blätterdach eines sehr alten Baumes, stellten wir unser Fahrzeug ab und wollten einen friedlichen Abend geniessen. Daraus wurde leider nichts, weil ein paar Stunden später der Besitzer des Ortes auftauchte und meinte, dass wir über Nacht nicht

hierbleiben können, da er auf seinen Hochsitz wollte, um Wildschweine zu jagen. Wir sollen doch zum Meer runterfahren, da sei es sowieso viel schöner. Also räumten wir unsere Sachen wieder zusammen und verzogen uns zum Meer hinunter. Er hatte nicht ganz unrecht, denn wir fanden einen Platz unter zwei Eichen und waren direkt am Meer. Wir gingen hinunter, zu den zerklüfteten Klippen und setzten uns darauf um den Sonnenuntergang zu betrachten. Wir stiessen mit einem Bier und einer Flasche Wein auf den Abend an und genossen unsere Aussicht.

Später ging’s dann ab ins Bett und so war auch dieser Tag wieder vorbei.

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