19.04.2017, Der Küste entlang, in den Süden

Nach einer warmen und gemütlichen Nacht sind wir heute Morgen mit neuer Energie aufgestanden und haben uns über den blauen Himmel und die Sonne gefreut. Nach der obligatorischen Dusche, räumten wir unsere Sachen zusammen und verabschiedeten uns von unseren Gastgebern im Hostel. Sie waren sehr freundlich und familiär und gestern Abend durften wir bei Ihnen auch noch unsere Wäsche waschen und trocknen, sie hat sie für uns sogar noch zusammengelegt.

Als wir uns verabschiedet hatten, besichtigten wir das schöne Küstenstädtchen Rovinj, welches direkt am Meer liegt. Die Sonne schien und das Wasser im Hafen glitzerte, als wir daran entlanggingen. Die Fischer sortierten ihre Netze aus, sie waren vermutlich schon früh auf dem Meer gewesen und hatten den einen oder anderen guten Fang gemacht. Das ruhige Treiben am Hafen war angenehm und idyllisch. Wir spazierten die Stadt hoch, durch enge Gässchen, vorbei an kleinen Läden und Restaurants. In einer Bäckerei holten wir uns ein Croissant und in einem kleinen Lebensmittelgeschäft, kauften wir noch Dinge ein, die wir benötigten. Wir kamen an einen Markt, wo verschiedene Spezialitäten aus Trüffeln und Olivenöl, sowie Honig verkauft wurden. Hätten wir mehr Platz im Auto, hätte ich wohl einen Grosseinkauf gestartet. Beim Gemüsehändler kauften wir ein paar Kartoffeln und beim Metzger zwei Steaks. Der einzige Metzger, der mal nicht nur Schweinefleisch anbot, sondern auch Rindsfleisch. Perfekt!

Nach dem Einkauf machten wir uns auf den Weg zu unserem Fahrzeug und fuhren weiter Richtung Süden. Leider erschienen am Horizont schon wieder graue Wolken und der Himmel sah aus, als würde er alsbald seine Schleusen öffnen. Wir fuhren durch kleine, wunderschöne Dörfer am Meer entlang. Es hatte viel Verkehr auf der Strasse und nicht alle waren über uns erfreut, da wir halt recht gemütlich unterwegs sind. In Pula, weiter unten im Süden, machten wir Halt und assen Brot mit Aufschnitt. Danach stiegen wir aus und besichtigten eine Art, kroatisches Kolosseum, welches vor langer Zeit erbaut wurde. Die Mauern waren noch recht gut erhalten und vieles wurde neu renoviert, wo es nötig war. Leider wurde wie überall Eintritt verlangt und wir verzichteten darauf, rein zu gehen, da man von aussen ebenfalls einen sehr guten Blick hatte. In einem kleinen Kaffee tranken wir noch etwas und dann kehrten wir zurück zu unserem Auto. Es tröpfelte hin und wieder, doch das Wetter hielt. Der Wind war schon den ganzen Tag sehr kalt und ohne windfeste Jacke, kann man sich kaum draussen aufhalten.

Als wir Pula verliessen, sahen wir noch einen Frachthafen mit riesigen Schiffen, wie immer eine sehr interessante Angelegenheit.

Ganz im Süden von Kroatien machten wir uns auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz und wurden schliesslich direkt am Meer fündig, an einem kleinen versteckten Ort. Eigentlich ist das Übernachten im Freien in Kroatien verboten. Hoffen wir mal, dass sie uns nicht erwischen.  😃

Ebenfalls hoffen wir nun, dass das Wetter noch ein bisschen hält, der starke, kalte Wind etwas nachlässt und die Sonne sobald wie möglich wieder zum Vorschein kommt.  😊

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