12.04.2017, Und weiter geht’s!

Um sieben Uhr dreissig begann für uns der heutige Tag. Nach einer kurzen Dusche und einem kleinen Frühstück, räumten wir alles zusammen und füllten unsere Wasservorräte auf, mit ungarischem Stadtwasser. Schliesslich war alles bereit und wir fuhren los. Zuerst ging’s noch kurz in den Penny, wo wir Lebensmittel einkauften, danach verliessen wir Budapest in Richtung Süden. Wir wollten an den Plattensee. Wir nahmen die Autobahn und bei der Ausfahrt, gerieten wir in eine Vigniettenkontrolle. Die Vignietten werden hier in Ungarn elektronisch eingelöst. Natürlich hatten wir das vor dem Grenzübergang in der Slowakei schon bezahlt und erledigt, deshalb staunten wir nicht schlecht, als der freundliche Herr uns mitteilte, wir sollten links ranfahren und dort warten, weil es anscheinend ein Problem gäbe. Es gäbe ein Foto von unserem Fahrzeug auf einer Autobahn, wo keine Vigniette in den Daten eingetragen gewesen sei. Das konnte unmöglich stimmen, antwortete ich ihm. Ich hielt ihm die Quittung vor die Nase, doch von der wollte er nichts wissen. Er ging zurück zu seinen Arbeitskollegen, überprüfte mit seinem Gerät alles aufs Neue, kehrte dann zu uns zurück und meinte, es sei doch alles in Ordnung. Erleichtert fuhren wir also weiter, und erreichten eine Weile später, den Ort Balatonfüred. Ein kleines und idyllisches Städtchen am Plattensee. Wir suchten uns einen Parkplatz und gingen auf der Promenade, am See entlang. Der Ort schien sehr touristisch zu sein, jedoch war jetzt vor der Saison, noch nicht allzu viel los. Wir genossen die Ruhe, beobachteten die Enten und Schwäne und betrachteten die unzähligen kleinen Läden und Cafés, die entlang der Promenade stehen.

 

Nach unserem ausgiebigen Spaziergang, machten wir uns daran, einen Schlafplatz für die Nacht zu suchen. Wir wollten wieder einmal wild campen. Wir verliessen den See und fuhren zu den vielen wunderschönen grünen Hügeln, wo kleine Wäldchen wachsen und vermutlich kein einziger Tourist sich je verirrte. Irgendwo fanden wir eine Schotterpiste, die von der Hauptstrasse wegführte und folgten ihr. Nach ca. einem Kilometer, kamen wir an eine wunderschöne Waldlichtung, von der man einen tollen Blick auf den See hatte und wo eine riesige Wiese liegt. Mit dem Feldstecher konnte man einen Feldhasen, und einen Fasan ausmachen und einen kleinen Rehbock, bekamen wir auch noch zu Gesicht.

Nach einem kleinen Znacht, wanderten wir ein bisschen im Wald herum. Vor allem Wildschweine scheint es hier zu haben. Während wir im Bett lagen und ich den Blog schrieb, lauschten wir all den Geräuschen, der Wildtiere um uns herum. Es wird bestimmt eine spannende Nacht.

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