15.12.2019. Wir besuchen den Weihnachtsmarkt in Budweis, in Tschechien

Um sieben Uhr sind wir alle schon auf den Beinen und Bennet hat bereits das Frühstück zubereitet, also sitzen wir gemütlich zu dritt am Tisch und plaudern, während wir Kaffee trinken und Brötchen futtern.
Draussen sieht es deutlich freundlicher aus als gestern, ein blauer Himmel der von den ersten Sonnenstrahlen erhellt wird, begrüsst uns.

Nach dem Frühstück setzen wir uns noch ein wenig in Bennets Stube, aber um elf Uhr wird es dann leider doch Zeit, Abschied zu nehmen und weiter zu fahren.
Noch ein letztes Foto, dann setzen wir uns ins Auto und fahren durch das schöne Quartier zuerst zur Tankstelle.
Beim Zahlen kaufe ich noch zwei Berliner, was die Dame an der Kasse erst versteht, als ich mit dem Finger auf das Gebäck zeige.
Grinsend schaut sie mich an und sagt: Jo, des nennt man bei uns einen Krapfen, woher seid’s denn?»
Ich erkläre ihr kurz wie, was und wo, verabschiede mich dann und kehre zum Auto zurück, wo Tobi noch die Seitenfenster geputzt hat.

Gemütlich tuckern wir anschliessend durch die hübschen Dörfer, bis die Autobahn kommt und wir in weit besserem Tempo vorankommen.
Nach einer guten Stunde erreichen wir bereits die tschechische Grenze, wo wir ebenfalls eine Vignette kaufen müssen.
An der Grenze wird überhaupt nicht kontrolliert, weit und breit ist niemand zu sehen, nicht mal ein Polizeiauto.

Wir fahren kurz darauf vorbei an alten Häusern mit auffällig eigenem Baustil, verzierten Dächern und meistens weissen Fassaden.
Budweis erreichen wir dann eine halbe Stunde später, wo wir gleich zu unserem letzten Hotel auf dieser Reise fahren, wo ich einen Parkplatz reserviert habe.
Das hat aber leider nicht besonders gut geklappt, weshalb wir nochmals aus der Altstadt hinausfahren müssen.

Zu Fuss kehren wir zum Hotel zurück und erledigen den Check-in, danach stelle ich mich geduldig an die Strasse und warte, bis ein Parkplatz frei wird.
Wir haben Glück, genau auf der Höhe des Hotels steigen zwei Österreicher in ihr Auto.
Ich schicke Tobi schon mal los um die Karre zu holen und bitte die beiden Österreicher höflich, noch 5 Min zu warten, bevor sie losfahren, damit wir danach ihren Parkplatz belegen können.
Absolut kein Problem und so plaudere ich munter mit den beiden, bis Tobi mit unserem Auto kommt.

Anschliessend können wir endlich die Stadt besichtigen und da Weihnachtsmarkt und zudem ein Sonntag ist, ist auch richtig viel los.
Die wunderschönen Stadthäuser mit ihren bunten Fassaden, Verzierungen und den grossen alten Toren, sind der absolute Wahnsinn und wir sind wieder einmal total begeistert.

Mit einem Glühwein in der Hand, betrachten wir am Weihnachtsmarkt die Leute und kleinen Häuschen, essen Spätzle mit Kraut und Schinken, teilen uns eine tschechische Wurst und mischen uns unter das Volk.
Gemeinsam lauschen wir einem Adventskonzert, welches mit tschechischen Dudelsäcken gespielt wird, mit Geschichtenerzählungen dazwischen und kurzen Schnitzelbänken, von denen wir leider kein Wort verstehen.
Die Sprache an sich ist sehr interessant, sie gehört zum westslawischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie und ist deshalb dem Russisch und Polnisch sehr ähnlich.
Das die Sprache dem Russisch ähnlich ist, fällt uns beim Zuhören auch auf, verstehen tun wir aber trotzdem nichts.

Wir legen eine kurze Pause im Zimmer ein, damit ich noch Blog schrieben kann und zweieinhalb Stunden später setzen wir uns in eine richtig tschechische Beiz, wo wir Schweinslendenbraten mit Semmelknödel essen und dazu ein tschechisches Bier geniessen.

Später irgendwann, kehren wir dann aufs Zimmer zurück, wo wir noch ein wenig lesen und dann bald das Licht löschen.

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