19.07.2019. Atemberaubendes Altai Gebirge und eine steile Passabfahrt

Mit Blick auf den See stehen wir am nÀchsten Morgen auf und schaffen es gerade mal so knapp, dem Regen zu entkommen.
Ein paar finstere Wolken sind aufgezogen doch wir lassen sie hinter uns und fahren dem schönen Wetter entgegen.

Die Strasse zieht sich durch verschiedene HĂŒgel die entweder mit TannenbĂ€umen bewachsen oder mit kurzem Gras ĂŒberzogen sind, zum Teil auch beides.
Manchmal erstrecken sich auch bunte Blumenwiesen, sie sind wunderschön und farbig, so wie man sie auch in der Schweiz kennt.

Nach einer knappen Stunde Fahrt kommen wir in Ulagan an, wo man anscheinend die Visa Registration machen kann, doch weit gefehlt.
Wir teilen uns auf, fahren von Hotel zu Hotel, zur Administration, zur Polizeikaserne und so weiter, niemand will die Registration machen, was echt mĂŒhsam ist.
Es kann doch nicht sein dass man das innert 7 Werktagen erledigt haben muss, aber es keinen Ort gibt wo man es machen kann?
Nun mĂŒssen wir umplanen und schauen dass wir in der Zeitspanne Gorno-Altaisk erreichen, zum GlĂŒck aber haben wir bis zum 24. Juli Zeit.

Wir geben es auf, gehen einkaufen und essen in einem kleinen Restaurant etwas zu Mittag, HackfleischtÀtschli mit Kartoffelstock und Dill.
Anschliessend fahren wir los zu einem riesigen Tal welches leider keinen Namen hat, aber man unter dem Aussichtspunkt und Bergpass Katu-Yaryk bestimmt findet.
Die Strasse da runter ist ein bisschen tricky weil sie sehr steil und schmal ist, zudem muss man mit Gegenverkehr rechnen und dementsprechend vorausschauend fahren.
Man beachte das Foto mit der Kiesstrasse, die den Berg hinunter ins Tal fĂŒhrt.

Horst fÀhrt mit dem Unimog voraus, wir folgen ihm mit Abstand und nach zehn Minuten sind wir unten und folgen einem Fluss durch die Berge.
Es ist malerisch, atemberaubend schön und einfach nur der absolute Wahnsinn, ein wunderschöner und wahrlich magischer Ort.
Das Wasser ist klar, die Felsen bunt, die Berge hoch und das Wetter ziemlich gut, was will man mehr?

Wir finden einen Platz auf einer Kiesbank und richten uns dort ein, kochen zu Abend und blicken auf das Wasser hinaus, es hat kaum Insekten zum GlĂŒck.
Tobi und Horst machen zusammen ein Feuer und nach dem Essen setzen wir uns zu viert hin und betrachten die Flammen, versuchen zu jodeln und beobachten den Mond, der hinter den Bergen aufgeht, es ist ein wunderschöner Abend.
Das Feuer wĂ€rmt uns wĂ€hrend es merklich abkĂŒhlt, der Wind hat zum GlĂŒck aber nachgelassen.

Es ist schon spÀt, als wir alle zu Bett gehen.

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